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Vorschlag des EVP-Europaabgeordneten Gieseke: Flughafen FMO in Euregio Airport umbenennen

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Aktuelle europäische Themen sprachen IHK-Geschäftsführer Marco Graf (von links), EU-Abgeordneter Jens Gieseke und IHK-Vizepräsident Hendrik Kampmann an. Foto: Hermann-Josef MammesAktuelle europäische Themen sprachen IHK-Geschäftsführer Marco Graf (von links), EU-Abgeordneter Jens Gieseke und IHK-Vizepräsident Hendrik Kampmann an. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Mit einem überraschenden Vorschlag zum Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) hat am Montag der EVP-Europaabgeordnete Jens Gieseke für Furore gesorgt: „Man sollte ihn in Euregio Airport umbenennen.“

Im Rahmen des Mittagsgesprächs der Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim in Meppen ergänzte der 43-jährige Emsländer: „Das wäre wirklich europäisch gedacht.“ Gieseke erinnerte daran, dass die Niederländer in Twente einen eigenen Flughafen bauen wollten. Nach seiner Einschätzung hätte das Europäische Parlament ein solches Vorhaben jedoch nicht finanziell unterstützt. So werde grundsätzlich kein Infrastrukturvorhaben bezuschusst, wenn schon ein ähnliches Projekt in der Nachbarschaft defizitär wirtschafte. Leider schreibe der FMO seit Jahren rote Zahlen .

Der Europapolitiker regte an, einen Pendelbus zwischen Twente und dem Flughafen Münster/Osnabrück einzusetzen. Das wäre sinnvoll und europäisch gedacht. Immerhin seien schon heute rund 40 Prozent der FMO-Fluggäste Niederländer. Er könne sich sogar vorstellen, dass die EU eine Forschungsstudie mit 50 Prozent bezuschussen würde.

Gieseke räumte jedoch ein, dass er bislang weder die Flughafenleitung noch das EU-Parlament in seine Pläne eingeweiht habe. „Allerdings habe ich bereits mit meinem EVP-Kollegen Wim van de Camp aus den Niederlanden darüber gesprochen. Er begrüßt das Vorhaben ebenfalls“, ergänzte der Jurist.

Gemeinsam mit seinem niederländischen Parteifreund lehnt Gieseke zudem die geplante Pkw-Maut ab. „Vielleicht schaffen wir es doch noch, über den Umweg Europa die deutschen Maut-Pläne zu verhindern“, sagte er.

Die Maut behindere den Austausch mit den Nachbarn. Gieseke erinnerte daran, dass gerade mit niederländischen Geldern die Emslandautobahn gebaut wurde und man jetzt mit den Nachbarn gemeinsam die Europastraße 233 vierspurig für 720 Millionen Euro ausbauen will. Auch ein Ausbau des Schienenverkehrs von Groningen über Leer nach Bremen sei erstrebenswert.

IHK-Vizepräsident Hendrik Kampmann begrüßte unterdessen das geplante Investitionspaket der EU von 300 Milliarden Euro. Der Ausbau von Infrastruktur und Bildung stellt dabei den Schwerpunkt dar.

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