Über 50 Besucher im Stadtrat Meppener Bürgermeister Knurbein vereidigt

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Meppen. Am Donnerstagabend ist Helmut Knurbein als erster unabhängiger Bürgermeister in der Geschichte der Stadt Meppen vereidigt worden.

In der öffentlichen Sitzung kam der stellvertretenden Bürgermeisterin Annelene Ewers die „sehr ehrenvolle Aufgabe zu“, den Diensteid abnehmen zu dürfen. Im Ratssaal leistete der frühere Polizist bereits zum zweiten Mal in seiner beruflichen Karriere einen Diensteid, dieses Mal als Bürgermeister: „Ich schwöre, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Niedersächsische Verfassung und die in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze zu wahren und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen, so wahr mir Gott helfe.“

Im Anschluss brandete Applaus im Ratssaal aus. Sowohl die über 50 Zuschauer als auch die Mitglieder aller Stadtratsfraktionen feierten ihren neuen Bürgermeister.

Danach hielt der Familienvater eine sehr emotionale Antrittsrede: „Es war für mich ein Wahnsinnsjahr.“ Er sei am 25. Mai von den Bürgern der „tollen Stadt Meppen“ zum Bürgermeister gewählt worden. Es sei für ihn ein bewegender Moment, erstmals in dieser Funktion in einer Ratssitzung sprechen zu dürfen. „Ich habe mich sehr auf diesen Tag gefreut.“ Zugleich dankte Knurbein der Meppener Stadtverwaltung: „Ich wurde seit meinem ersten offiziellen Arbeitstag am 3. November sehr schnell und gut aufgenommen.“ Er sei voller Hoffnung, die Arbeit erfolgreich mit der Verwaltung umsetzen zu können.

Danach richtete er seine Worte gezielt an die Stadtratsmitglieder. Knurbein erhofft sich eine „gemeinsame, vertrauensvolle und konstruktive politische Arbeit“ zum Wohl der Stadt Meppen. Er versprach für die Kreisstadt in den kommenden sieben Jahren „eine tolle Arbeit“. Zugleich sei er stolz, dass zu seiner Amtseinführung so viele Besucher den Weg in den Ratssaal fanden.

Als Erster gratulierte Karl-Heinz Tallen von der CDU-Fraktion: „Wir heißen Sie herzlich willkommen.“ Der neue Bürgermeister könne überparteilich arbeiten und sei keiner Fraktion verpflichtet. Die CDU wolle die erfolgreiche Arbeit fortsetzen. Tallen richtete direkt an Knurbein das Wort: „Auf Sie wartet ein gut bestelltes Haus mit soliden Finanzen.“ Er bot dem neuen Meppener Stadtoberhaupt im Namen der CDU-Fraktion eine „faire und partnerschaftliche Kooperation“ an.

Viele gute Wünsche

Im Namen der SPD-Fraktion wünschte Andrea Kötter dem Bürgermeister „viel Kraft, Energie und gute Ideen“. Zudem sollte er immer ein offenes Ohr für die Bürger, aber auch für den Stadtrat haben. Die Erwartungen der Bürger an ihren neuen Bürgermeister seien ziemlich hoch. Kötter ergänzte jedoch: „Gemeinsam können wir sie erfüllen und die Stadt ein gutes Stück voranbringen.“

Auch Günther Pletz von der UWG-Fraktion sagte: „Die Bürger erwarten, dass Sie mit Taten überzeugen.“ Die UWG wünscht sich „mehr Fairness, Demokratie und Gleichbehandlung“. Im Gegenzug wolle die UWG gegenüber Knurbein ein „fairer und objektiver Partner sein“. Pletz bot allen Fraktionen ein „partnerschaftliches Miteinander“ an.

Für die Grünen verknüpfte Carmen Püpke mit dem Amtsinhaber den Wunsch, „Bürger offen und ehrlich in politische Entscheidungen mit einzubeziehen“. Sie wünsche Knurbein „Weitblick und Herz für parteiübergreifende Lösungen“. Auch Tobias Kemper (FDP) forderte „mehr Bürgernähe“ und eine Stadtratsarbeit „auf Augenhöhe mit allen Fraktionen“.

Der 50-jährige Knurbein hatte bei der Bürgermeisterwahl im Mai 52,46 Prozent der Stimmen (8247 Stimmen) erhalten, und damit zur großen Überraschung vieler gleich im ersten Wahldurchgang die notwendige absolute Mehrheit. Für den amtierenden Bürgermeister Jan Erik Bohling (CDU) hatten nur 39,52 Prozent (6212 Stimmen) votiert.


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