Bernhard Sur ergriff Initiative 50 Jahre organisierter Versehrtensport in Meppen

Von Georg Hiemann

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Meppen. Vor 50 Jahren ist die 100. Versehrtensport-Abteilung in Niedersachsen mit der Gründung der elfköpfigen Versehrtensport-Gemeinschaft Meppen aus der Taufe gehoben worden. 1983 wurde der Name in Behinderten-Sport-Gemeinschaft Meppen (BSG) geändert. Und seit 2000 ist zwar das Kürzel BSG geblieben, aber mit dem Zusatz Reha & Gesundheit.

„Damit wollen wir deutlich machen, dass unsere Gegenwart und Zukunft der Reha und dem Gesundheitssport gehören“, betonte der heutige Vorsitzende Walter Teckert.

Die Initiative zur Gründung der Versehrten-Sport-Gemeinschaft Meppen ging 1964 von Bernhard Sur aus, der schon seit einigen Jahren am Trainingsbetrieb der Versehrten-Sport-Gemeinschaft Lingen teilgenommen hatte. Da aus Meppen immer mehr Versehrte Interesse an sportlicher Betätigung zeigten, wurde die Gründung einer VSG Meppen erwogen.

Am 14. November 1964 war es so weit. Nachdem die 15-köpfige Lingener Versehrten-Sportgruppe in der Turnhalle der Overbergschule turnerische Übungen vorgeführt hatte, fand im Gasthof „Zur Linde“ die Gründungsversammlung statt. Vorsitzender wurde Josef Gebbeken, Schriftführer Bernhard Sur und Kassierer Wilhelm Dühnen. Krankengymnastin Möllering aus Haren übernahm die Übungsleitung und Wilhelm Bode das Amt des Sportarztes.

In den Anfangsjahren wurden Leichtathletik, Schwimmen, Faust-, Sitz- und Prellball betrieben. Zunächst fanden die Übungsabende in der Turnhalle der Overbergschule statt. Mit wachsender Mitgliederzahl traf man sich ab 1966 in der größeren Sporthalle des Windthorst-Gymnasiums. Die Mitgliederzahl hatte sich bis 1966 mit 27 bereits mehr als verdoppelt.

Schon bald stellten sich die ersten Erfolge ein, die durch die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften, am 6. internationalen Gelähmten-Treffen in Berlin 1969 sowie durch die Teilnahme an den Paralympics 1970 in St. Etienne Ausdruck fanden. Aufgrund der Alterung der aktiven Sportler mussten und wurden im Laufe der Zeit, etwa Anfang der 80er-Jahre, weniger anstrengende Sportarten gewählt. Die Angebote Hallenbosseln, Schwimmen, Wassergymnastik, Radfahren und Kegeln werden seither immer mehr wahrgenommen. „Von Anfang an war es den Gründungsvätern und bis heute uns wichtig, dass es neben dem Sport vor allem auch um Austausch, Begegnung, Fairness und Spaß in der Gemeinschaft geht“, so Walter Teckert.


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