Hand in Hand kreativ Gemeinsames Projekt der BBS Meppen und des Vituswerks

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Das gemeinsame Arbeiten erprobt haben Berufsschüler und Schüler des St.-Vitus-Werks in Meppen. Foto: privatDas gemeinsame Arbeiten erprobt haben Berufsschüler und Schüler des St.-Vitus-Werks in Meppen. Foto: privat

Meppen. Worauf es beim gemeinsamen Arbeiten ankommt, haben in Meppen Pflegeassistenz-Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) und Schüler des Berufsbildungsbereichs St. Vitus in einem dreitägigen Projekt erprobt.

Bei hauswirtschaftlichen Prozessen wie der Essenszubereitung oder der Herstellung von Raumdekorationen haben sie sich in Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Kreativität, Durchhaltevermögen und Verantwortungsbewusstsein üben können. Bei einem gegenseitigen Besuch lernten die Schüler zunächst die Arbeitsbereiche in beiden Schulen und ihre Teampartner kennen, ehe es ans Zusammenarbeiten ging: Da wurde gekocht und gebacken, Bilderrahmen wurden hergestellt oder Pflanzgefäße, Flaschen und Armbänder dekorativ gestaltet.

Menschen mit Behinderungen könnten meist viel mehr als man ihnen zunächst zutraue. Sie benötigten nur mehr Zeit als andere und seien für einen begrenzten Zeitraum am Arbeitsplatz voll konzentriert, kommentierte eine Schülerin der Berufsfachschule Pflegeassistenz der BBS Meppen . Nur bei feinmotorischen Tätigkeiten habe sie ihre Unterstützung anbieten können. Anfängliche Unsicherheiten bei der Kommunikation konnten schnell überwunden werden; das gemeinsame Arbeiten bereitete allen spürbare Freude.

Ein anderer Schüler resümierte die Projekttage so: „Ich habe gelernt, auch mal warten zu können und mein Gegenüber nicht zu hetzen. Auch muss ich nicht sofort unruhig werden, wenn etwas auf Anhieb nicht klappt. Alles braucht seine Zeit!“ Sichtlich zufrieden ließ man die Projekttage mit einem gemeinsamen Essen ausklingen. Die Erfahrung zeige, dass Inklusion leichter gelingen kann, als man zunächst annimmt.

Staatlich geprüfte Pflegeassistenten werden in der Altenpflege, der Heilerziehungspflege und der Gesundheits- und Krankenpflege eingesetzt. Sie unterstützen Fachkräfte und arbeiten nach Einweisung und Anweisung selbständig. Pflegeassistenten helfen bei der pflegerischen Versorgung, unterstützen bei Verrichtungen des täglichen Lebens, wirken bei Angeboten zur Aktivierung, Förderung, Tagesstrukturierung und bei der sozialen Betreuung mit.

Die Eingangsvoraussetzungen für diese Ausbildung sind der Hauptschulabschluss, der Nachweis der persönlichen Zuverlässigkeit und der Nachweis der gesundheitlichen Eignung durch den Hausarzt. Die Schüler müssen Freude im Umgang mit Menschen haben, die aufgrund ihrer körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen ein eingeschränktes Leben führen. Sie sollen Interesse und Verständnis für die zu pflegenden und zu betreuenden Menschen mitbringen.

Die Arbeit bedeutet eine hohe Belastung und verlangt ein hohes Maß an Verantwortung. Zuverlässigkeit und großes Verantwortungsbewusstsein sind unerlässliche Voraussetzungen für das berufliche Handeln in der Ausbildung wie im späteren Beruf. Wichtig ist auch, dass die Schüler die Bereitschaft zu Verwaltungs- und Dokumentationsaufgaben und die Fähigkeit zur Teamarbeit mitbringen.

Die Pflegeassistenten können somit einen Beitrag für die Entschärfung des Personalmangels in der Alten- und Krankenpflege leisten.


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