4 Fragen an Bürgermeister Knurbein Parkfläche an Meppener Wallohren wird zurückgebaut

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Meppen. Die Nachricht, dass der Bund die Sanierung der Meppener Wallanlage mit 150000 Euro fördert (wir berichteten), findet Bürgermeister Helmut Knurbein wunderbar: „Die historischen Wallanlagen sind für die Stadt ein Aushängeschild und auch ein Standortfaktor.“

Im Kurzinterview mit unserer Redaktion erklärte der neue Verwaltungschef, die an den Wallohren provisorisch eingerichtete Parkfläche werde in Kürze zurückgebaut.

Herr Knurbein, Ihre erste Arbeitswoche als Bürgermeister geht mit einer guten Nachricht zu Ende: Der Bund fördert die Sanierung des Meppener Stadtwalls mit 150000 Euro. Was war Ihre erste Reaktion?

Das ist vor allem eine wunderbare Nachricht zu Beginn meiner Amtszeit! Ich freue mich sehr über die Entscheidung des Bundes, diese wichtige Maßnahme für die Stadt Meppen mit 150000 Euro zu fördern. Nachdem im Frühjahr 2013 der erste Bauabschnitt im südwestlichen Bereich fertiggestellt wurde, können wir nun mit der Sanierung des nordwestlichen Wallabschnittes beginnen und die vorgesehenen Maßnahmen in Höhe von insgesamt 312122 Euro durchführen. Mit Nachdruck versucht die Stadt seit Jahren, die Einzigartigkeit der barocken Festungsanlage herauszustellen und Fördermittel einzuwerben, um mittelfristig die gesamten Wallanlagen denkmalgerecht zu sanieren. Die historischen Wallanlagen sind für die Stadt ein Aushängeschild und auch ein Standortfaktor, der die Lebensqualität in der Stadt Meppen unterstreicht – das muss gefördert werden.

Welche weiteren Maßnahmen sind am Wall geplant?

Wir planen die Fortführung der bereits im ersten Bauabschnitt begonnenen Maßnahmen. Diese bestehen hauptsächlich aus der denkmalgerechten Rekonstruktion der historischen Wegedecke der Wallpromenade in Form einer wassergebundenen Decke, der Neuanpflanzung von Bäumen sowie Gewässer- und Uferarbeiten am Stadtgraben und im Anschluss die Vervollständigung des Umbaus der Wallscharte am Nagelshof als neu gestalteter Stadteingang zur Innenstadt.

Teile der Wallohren dienen ja seit längerer Zeit als Ausweichparkflächen. Soll das so bleiben?

Nein, hierbei handelt es sich um eine Ausweichparkfläche, die lediglich für die Dauer der Baumaßnahme der Sparkasse Emsland in der Hinterstraße zur Verfügung gestellt wird. Sobald diese abgeschlossen ist, wird die Parkfläche an den Wallohren wieder zurückgebaut. Stellplätze stehen dann in der neuen Tiefgarage zur Verfügung.

Was bedeutet Ihnen der Wall als Bürger?

Mit dem Stadtwall verfügt die Stadt Meppen über ein bedeutsames, stadtbildprägendes Alleinstellungsmerkmal. Auch als zukünftiger Meppener Bürger nehme ich den Stadtwall als eine einzigartige historische Anlage wahr, die der historischen Altstadt einen exklusiven Rahmen verleiht und so die „grüne Lunge“ der Stadt bildet. Mit seiner Entstehung war der Festungswall ein Schutz gegen Angreifer und Eindringlinge; heute dient er als Promenade der Stadt. Der Stadtwall ist ein Kleinod, ein Biotop, ein gern genutzter Spazierweg und – wie die erneute Förderung bestätigt – ein Baudenkmal von nationalem Rang. Das macht auch mich persönlich sehr stolz.


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