Drei junge Männer vor Gericht Imbissbuden-Einbruch in Haren noch ohne Urteil

Von Gerd Albers

Die Zeugenaussagen belasten die drei Angeklagten schwer. Foto: ArchivDie Zeugenaussagen belasten die drei Angeklagten schwer. Foto: Archiv

Meppen. Im Prozess gegen drei Männer aus Haren im Alter von 26 und 21 Jahren, die im Sommer in einen Imbiss in Haren eingebrochen sein sollen, wurde noch kein Urteil gefällt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Männern vor, im Sommer dieses Jahres in Haren gemeinschaftlich in den Kühlraum eines Imbisses eingebrochen zu sein. Dort habe man Bratwürste, Frikadellen, Pommes Frites und diverse Dosen-Getränke entwendet.

Die Angeklagten verweigerten die Aussage zu diesem Vorwurf. Die Geschädigte Inhaberin des Imbisses war als Zeugin geladen und erzählte, was nach dem Einbruch geschehen sei.

Über Facebook rief sie zur Mitfahndung auf: sie postete, dass ihr Kühlraum aufgebrochen worden sei und ihr Fleischwaren und Getränke im Werte von 200 bis 250 Euro entwendet wurden.

Kurz nach dieser Veröffentlichung erschien die Mutter des jüngsten Angeklagten, die auch eine gute Bekannte der Imbiss-Inhaberin ist, und zeigte ihr einen Teil des entwendeten Diebesgutes, welches sie zweifelfrei als das ihre erkannte.

Da die Mutter einen Tatverdacht gegen ihren Sohn hegte, der zuvor das Fleisch im Kühlschrank abgelegt hatte, fuhren die Besitzerin des Imbiss, Mutter und Sohn zur Polizei. Der Sohn erklärte, dass er diese Würstchen von einem der Mitangeklagten erhalten habe.

Dieser sei in der Nacht bei ihm aufgetaucht und habe ihm das Fleisch zur Lagerung ausgehändigt. Zur Herkunft dieser Würste sei ihm erklärt worden, dass es sich um Überschuss-Ware handele. Der Besitzer eines anderen Imbisses, der in die Insolvenz gegangen sei, habe sie ihm geschenkt.

Aufgrund dieser Sachlage durchsuchte die Polizei das Haus des Angeklagten, in dem auch noch der Großvater des 21-Jährigen wohnt. Bei der Durchsuchung wurde der Rest des Diebesgutes in der Tiefkühltruhe des Großvaters gefunden. Die Getränke wurden ebenfalls entdeckt.

Außerdem fand man in der angrenzenden Garage einen Bolzenschneider. Dieser wurde vermutlich zum Aufschneiden des Vorhängeschlosses verwendet.

Der Großvater sagte als Zeuge aus, dass er seinen Enkel beim Einlagern des Fleisches in seiner Gefriertruhe angetroffen habe. Dieser habe ihm gesagt, dass das Fleisch nicht mehr bei der Mutter in den Kühlschrank gepasst habe.

Die Verlesung der Strafregisterauszüge, zeigte, dass alle drei Angeklagten erhebliche Vorstrafen haben, wobei einer der Angeklagten auf seine Vorladung zur Verbüßung einer fünfmonatigen Freiheitsstrafe wartet.

Der Bewährungshelfer konnte über ihn nur aussagen, dass er ein Bewährungsversager sei. Eine positive Sozialprognose könne er zur derzeitigen Zeit nicht sehen.

Da ein Zeuge nicht erschienen war und der Sachverhalt auch noch nicht umfassend geklärt schien, beantragte die Staatsanwältin weitere Zeugen vorzuladen.

Gleichzeitig beantragte sie die Untersuchung des sichergestellten möglichen Tatwerkzeuges.

Der Richter folgte diesen Anträgen und setzte die Verhandlung vorläufig aus.