„Kreuzen Sie auf“ Wahlen in katholischen Kirchengemeinden in Meppen

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Für die Wahlen zum Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat werben Pater Benny Matthew Chirayilparambil (von links), Propst Dietmar Blank und Pfarrer Uwe Voßmann. Foto: Hermann-Josef MammesFür die Wahlen zum Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat werben Pater Benny Matthew Chirayilparambil (von links), Propst Dietmar Blank und Pfarrer Uwe Voßmann. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Unter dem Motto „Kreuzen Sie auf!“ finden am 15. und 16. November im Bistum Osnabrück die Wahlen zum Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat statt. Wie im gesamten Emsland hoffen auch die Priester der Pfarreiengemeinschaft Meppen-Ost, Meppen-Süd und Meppen-West auf eine hohe Wahlbeteiligung.

In einem Pressegespräch führten Pater Benny Matthew Chirayilparambil, Propst Dietmar Blank und Pfarrer Uwe Voßmann aus, dass sich damit auch die ehrenamtlichen Kandidaten in ihrer Tätigkeit bestärkt fühlten. Zugleich stellte eine hohe Wahlbeteiligung auch Lob und Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit dar. Propst Blank berichtete, dass in der Vergangenheit in St. Josef in Schwefingen und St. Antonius in Teglingen die Wahlbeteiligung sogar bei 70 Prozent lag, während sie in der Stadtmitte in St. Vitus lediglich 20 Prozent betrug.

Auch in Meppen West liegt die Wahlbeteiligung in den ländlichen Pfarreien St. Franz-Xaver (Rühle) und St. Vinzentius (Fullen-Versen) höher als in St. Maria zum Frieden in Meppen-Esterfeld. Wahlberechtigt sind Kirchenmitglieder ab 16 Jahren.

Alle drei katholischen Geistlichen weisen darauf hin, dass es zunehmend schwerer werde, alle Posten zu besetzen. So weist die Kandidatenliste für den Pfarrgemeinderat der Sankt Vitus-Kirche Meppen 14 Bewerber aus, obwohl das Gremium 16 Köpfe umfassen sollte.

Dabei gehen die Pfarrreingemeinschaften inzwischen durchaus auch sehr pragmatische Wege, um auch zukünftig gut aufgestellt zu sein. In Meppen-Ost mit den Kirchengemeinden St. Paulus Meppen, St. Vitus Bokeloh, St. Marien Hemsen und St. Antonius von Padua Apeldorn wählt zwar jede Gemeinde ihren eigenen Kirchenvorstand, doch seit 2010 einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat.

Dabei werde die Aufgabenvielfalt der Gremien nach Angaben der drei Priester schnell unterschätzt. So kümmert sich der Pfarrgemeinderat nicht nur um die Gestaltung der Gottesdienste, sondern hält auch den Kontakt zu politischen Vertretern sowie den Kindergärten und Vereinen und Verbänden. Aber auch Pfarrfeste werden von ihm durchgeführt.

Beim Kirchenvorstand spielt das Personal eine große Rolle. So werden alleine über die drei Pfarreien in Meppen insgesamt zwölf Kindertagesstätten vorgehalten. Auch die Erzieherinnen werden in Abstimmung mit der Kita-Leitung vom Kirchenvorstand eingestellt. Insgesamt arbeiten in den drei Kirchengemeinden der Stadt Meppen somit über 200 hauptamtliche Arbeitskräfte, angefangen vom Küster bis zur Bürokauffrau. Grundsätzlich ist also der Kirchenvorstand für die finanziellen und administrativen Angelegenheiten einer Kirchengemeinde zuständig.

Wer an den beiden Tagen nicht selbst wählen kann, hat die Möglichkeit der Briefwahl. Informationen zu den Wahlen gibt es auf den Internetseiten der drei Kirchengemeinden.


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