54-Jähriger in Lebensgefahr Zug rammt Pkw an Bahnübergang in Meppen


Meppen. Ein Pkw ist Mittwochmorgen beim Überqueren eines Bahnübergangs in Meppen-Neustadt von einem Zug der Emsländischen Eisenbahn erfasst und etwa 150 Meter auf den Gleisen mitgeschleift worden. Der 54-jährige Autofahrer aus Lingen, ein Mitarbeiter der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD), schwebt nach Angaben der Einsatzkräfte vor Ort in akuter Lebensgefahr.

Der Unfall ereignete sich am Mittwochmorgen um 6.49 Uhr auf dem Schlagbrückener Weg am unbeschrankten Bahnübergang in der Meppener Neustadt. Ein 54-jähriger Mann war dort, aus Richtung Haselünner Straße kommend, in seinem Ford Mondeo auf dem Schlagbrückener Weg unterwegs. Dort befindet sich ein unbeschrankter Bahnübergang, an dem lediglich ein Andreaskreuz und Hupsignale der heranfahrenden Züge auf den Bahnverkehr aufmerksam machen. Beim Überqueren des Bahnübergangs erfasste ein vom Bahnhof Vormeppen kommender Zug mit 27 mit Futtermittel beladenen Waggons der Emsländischen Eisenbahn den Pkw des Mannes, der nach Angaben der Einsatzkräfte auf dem Weg zur Arbeit bei der WTD war. Die Puffer der sich von links nähernden Lok erfassten sein Auto voll im Bereich der Fahrertür. Nach dem Crash schob der Zug den Pkw etwa 150 Meter auf den Gleisen vor sich her.

Der Autofahrer wurde bei der Kollision eingeklemmt. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte von DRK und Feuerwehr kümmerten sich der junge Lokführer und ein weiterer Pkw-Fahrer um den Schwerverletzten. Um ihn aus dem Fahrzeugwrack zu befreien, waren allein 20 Helfer von städtischer und Bundeswehrfeuerwehr im Einsatz. Sie mussten beidseitig des Bahndamms Schneid- und Spreizwerkzeug einsetzen. Das musste zur Unglücksstelle getragen werden, weil das Gelände rund um die Gleise unwegsam und moorastig ist; Autos können hier nicht heran fahren.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes war ein benachbarter Landwirt. Er hatte den Unfall mitbekommen und der Feuerwehr einen Trecker mit Anhänger zur Verfügung stellte, um Gerätschaften von der Straße zur Einsatzstelle zu befördern.

Der lebensgefährlich Verletzte konnte nach etwa einer Stunde aus dem Wrack befreit werden. Er wurde in das Meppener Krankenhaus gebracht. Die Bergungsarbeiten seines Pkw dauerten bis in den Vormittag hinein an. Der Zug war nicht fahrbereit und musste von einer zweiten Diesellok zum Bahnhof Vormeppen zurück gezogen werden.

Die Eisenbahn-Nebenstrecke wird ausschließlich durch die Privatbahn genutzt. Der Unfall hat, so die Polizei, keinen Einfluss auf den Fahrplan der Deutschen Bahn.

Weitere Nachrichten aus Meppen finden Sie unter www.noz.de/meppen


0 Kommentare