Sicheres Zuhause Tipps der Polizei: So schützen Sie sich vor Einbrechern

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Meppen. Einbrecher nutzen häufig Gelegenheiten, die sich durch Nachlässigkeiten der Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung bieten. Wie Sie Einbrüche verhindern oder den Langfingern die Taten zumindest erschweren, verrät die Polizei im Emsland.

610 Wohnungseinbrüche hat es im Jahr 2013 auf dem Gebiet der Grafschaft Bentheim und des Emslandes gegeben. „Das Problem ist da und steigt kontinuierlich an“, sagt Dieter Rothlübbers vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim.

Hier finden Sie aktuelle Polizeimeldungen aus dem Emsland und dem Landkreis und der Stadt Osnabrück ››

Um nicht selber Opfer eines Einbruches zu werden, gilt es, einige Verhaltensregeln zu beachten und Sicherungen einzubauen. Da sind zunächst einige psychologische Tricks, die dabei helfen, möglichst viele Fragezeichen im Kopf des Einbrechers entstehen zu lassen, denn der Einbrecher wird sich in der Regel immer das am leichtesten zu erreichende Ziel mit der geringsten Möglichkeit, entdeckt zu werden, heraussuchen. Und es gibt handfeste Einbauten, die es einem Einbrecher besonders schwer machen, in Ihr Haus einzudringen.

Weitere Informationen zum Thema Sicherheit finden Sie in unserem Portal zu dem Thema ››

- Geben Sie Ihrem Haus den Anschein der Belebtheit. Lassen Sie, auch wenn Sie das Haus verlassen, eine Lampe leuchten oder den Fernseher eingeschaltet.

Ein Schild „Hund wacht“ birgt für den Einbrecher die Gefahr, dass ein Hund anschlägt und so unerwünschte Aufmerksamkeit erregt.

- Wenn Sie für längere Zeit das Haus verlassen, bitten Sie einen Nachbarn, ein Auge auf Ihr Grundstück zu haben und den Briefkasten regelmäßig auszuleeren. Überquellende Briefkästen signalisieren längerfristige Abwesenheit. Sollte jemand das Grundstück betreten, der offensichtlich dort nichts zu suchen hat, soll der Nachbar die Polizei anrufen.

- Wenn Sie eine verdächtige Person an einem anderen Grundstück beobachten, rufen Sie selbst ebenfalls die Polizei.

- Wenn Sie einen Einbrecher ertappen, greifen Sie keinesfalls ein. Das könnte lebensgefährlich für Sie sein. Rufen Sie in jedem Falle die Polizei.

- Beliebt, aber gefährlich: der Schlüssel unter der Fußmatte oder dem Blumentopf. Einbrecher kennen diese Verstecke. Hinterlegen Sie für Notfälle lieber einen Ersatzschlüssel bei einem Nachbarn.

- Geben Sie niemals auf dem Anrufbeantworter, bei Facebook oder in einem anderen sozialen Online-Netzwerk bekannt, dass Sie in den Urlaub fahren.

- Lassen Sie keine leicht zu greifenden Wertgegenstände offen herumliegen. Der Einbrecher wird in der Regel schnell durchs Haus huschen. Handtaschen, Brieftaschen, Mobiltelefone oder Schmuck im Hausflur oder auf der Kommode sind einfach zu findende Beutestücke. Falls Sie im Besitz von wirklich wertvollen Gütern sind, richten Sie sich ein Schließfach ein.

- Zu hohe Hecken bieten optimalen Sichtschutz für einsteigende Einbrecher. Grundstücke, die von der Straße aus einsehbar sind, sind für Einbrecher daher eher unattraktiv. Andererseits verliert der Einbrecher bei jedem Hindernis, wie zum Beispiel einem abgeschlossenen Zaun, für ihn wertvolle Zeit, um ihr Fenster zu erreichen. Ergo: Machen Sie es dem Einbrecher schwer, das Grundstück zu betreten, aber bieten Sie ihm nicht zu viel Sichtschutz.

- Ein Bewegungsmelder schreckt Einbrecher ab.

- Fenster sollten durch als Pilzkopf ausgebildeten Schließzapfen vor dem Aushebeln geschützt werden. Zapfenscharniere, die etwa bis Anfang der 1990er verbaut wurden, sind innerhalb von Sekunden aushebelbar.

- Abschließbare Fenstergriffe verhindern, dass nach Einschlagen einer Fensterscheibe die Griffe einfach geöffnet werden können. Diese abschließbaren Griffe erfüllen ihre Funktion natürlich nur, wenn der Bewohner die Griffe auch verschlossen hat und den Schlüssel nicht hat stecken lassen.

- Darüber hinaus gibt es auch Glasscheiben, die nicht eingeschlagen werden können.

- Türschlösser sollten über Dreifachverriegelung verfügen.

- Kellerroste sollten gegen Hochheben gesichert sein.

- Wer noch mehr tun möchte, kann eine Alarmanlage einbauen lassen.

- Einbauten für Einbruchschutz übernehmen unter anderem Handwerksbetriebe, die an einer sogenannten Errichterschulung teilgenommen haben und nachgewiesen haben, dass sie diese sach- und fachgerecht verbauen.

- Falls Sie Opfer eines Einbruchs geworden sind, können Sie sich an den Weißen Ring wenden, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kriminalitätsopfern zu helfen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN