Seit 150 Jahren sozial aktiv Landtagspräsident gratuliert Kolpingsfamilie Meppen



Meppen. Als Vorbilder für das freiwillige Engagement im Dienst der Mitmenschen hat Landtagspräsident Bernd Busemann die Kolpingsfamilien gewürdigt. Anlass war die Feier zum 150-jährigen Bestehen des Meppener Vereins.

„In der Gegenwart muss unser Wirken die Zukunft im Auge behalten.“ Diesen Satz von Adolph Kolping (1813 - 1865) hatte die Kolpingsfamilie Meppen in ihre Einladung geschrieben. Der Landtagspräsident nannte diese Aussage eine gute Anregung für die Lösung der Probleme der heutigen Zeit. Er hob in seiner Rede die Bedeutung der christlichen Soziallehre für die Entwicklung des Konzepts der Sozialen Marktwirtschaft hervor. Die Erfolge der kirchlichen Sozialarbeit und des Staates dürften nicht darüber hinweg täuschen, dass Engagement für Familien und für Mitmenschen in Notlagen nötig bleibt. In den Kolpingsfamilien bewirken Menschen, die auf einem festen Wertefundament stehen, eine Verbesserung der Verhältnisse.

Als Beispiel nannte Busemann die Integration von Zuwanderern. Die Eingliederung von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg und der Spätaussiedler seien nicht leicht gefallen, aber diese Menschen wurde zu einer Bereicherung für das Emsland. Jetzt stelle sich die neue Aufgabe, Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten des Nahen Ostens aufzunehmen. Christen und andere Minderheiten seien besonders betroffen, hat Busemann bei einem Besuch im Durchgangslager Friedland erfahren.

Landrat Reinhard Winter würdigte den Beitrag, den die Kolpingsfamilien für die Lebensqualität im Emsland leisten. Sie geben den Bürgern Halt und Orientierung, christlich geprägt, aber dennoch an den weltlichen Problemen und Fragestellungen des Alltags orientiert. Mit dem Kolpingzitat „Wir können viel, wenn wir nur nachhaltig wollen, wir können Großes, wenn tüchtige Kräfte sich vereinen“, forderte Winter zu weiterem Einsatz auf.

Meppens stellvertretende Bürgermeisterin Annelene Ewers dankte der Kolpingsfamilie, die Teil eines Netzes sei, das trägt. Sie konnte 100 Euro von den Kolpingern für den Krebsfonds Ludmillenstift als Spende entgegen nehmen. Der Landtagsabgeordnete Bernd-Carsten Hiebing würdigte die Leistung der Kolpingsfamilien für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Diözesanpräses Norbert Frische gratulierte der Kolpingsfamilie Meppen, die eine der ältesten bestehenden weltweit ist. Der Bezirksvorsitzende Emsland-Mitte, Josef Korte, rief dazu auf, mutig und mit viel Gottvertrauen aus dem Glauben heraus zu arbeiten.

Propst Dietmar Blank wies auf die Patenschaft seiner Gemeinde für Flüchtlinge aus Syrien hin. Deshalb werde die Kollekte im Festgottesdienst der Flüchtlingsarbeit zugute kommen. In seiner Predigt regte Kolping-Diözesanpräses Reinhard Molitor zur Beschäftigung mit den Spruchweisheiten Kolpings auf. Manche Zitate erweisen sich als gute Anregung für Predigten und zum Nachdenken, weil sie nicht nur zeitlose Erkenntnisse bieten, sondern oft sehr aktuell seien.


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