Ausstellung bis 28. November Bilder und Objekte von Ilse Kampen in VHS Meppen

Von Helmut Diers

Ilse Kampen führte während der Vernissage die Besucher persönlich durch die Ausstellung und gab gern Auskünfte zu ihrem künstlerischen Tun. Foto: DiersIlse Kampen führte während der Vernissage die Besucher persönlich durch die Ausstellung und gab gern Auskünfte zu ihrem künstlerischen Tun. Foto: Diers

Meppen. „Abstrakte Kunst lädt zum Mitdenken ein“, heißt es in der Einladung zur Ausstellung von Bildern und Objekten der Nordhorner Künstlerin Ilse Kampen in der Volkshochschule (VHS) Meppen in der Freiherr-vom-Stein-Straße.

Dort gewährt die 78-jährige ehemalige Angestellte dem Besucher unter dem Thema „Blickwinkel 20“ noch bis zum 28. November vielfältigen Einblick in verschiedene Schaffensphasen ihres künstlerischen Lebens.

Die gebürtige Ostfriesin aus der Seehafenstadt Emden fühlte sich schon in ihren Kindheitsstagen stark zum künstlerischen Tun hingezogen. „Kunst war in der Schule eines meiner Lieblingsfächer“, sagte sie einmal in einem Gespräch mit der Meppener Tagespost . Richtig fand Ilsa Kampen zur Kunst, da hatten ihre Kinder das Haus verlassen. Dann gab es für Kampen kein Halten mehr. Seit ihrem Eintritt in den beruflichen Ruhestand im Jahr 1996 ist das Kunstschaffen Dreh- und Angelpunkt des täglichen Lebens im Hause Kampen. Wie sehr die Kunst die heutige Grafschafterin gepackt hat, belegt nachdrücklich ihr „Mixed Media“-Studium von 2004 bis 2009 im niederländischen Enschede an der „Academie voor beeldende Kunst en Vormgeving“ (kurz: AKI), das sie mit dem „Bachelor of Fine Art“ (BFA) abschloss. Bis heute kann Kampen auf zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in der Grafschaft, im Emsland, im Osnabrücker Raum, in der Schweiz und bei unseren niederländischen Nachbarn zurückblicken.

Eckhard Ströder, Studienleiter für Kultur und Kreativität an der VHS Meppen, konnte zur Vernissage der Ausstellung in den Räumen der VHS befreundete Künstler und Kunstinteressierte begrüßen. „Kunst ist ein Weg, auf dem ein sehendes Denken eine Spur hinterlässt“, forderte Ströder den Betrachter der Ausstellung auf, sich „sehr sensibel“ auf die Bilder und Objekte einzulassen und sich gedanklich einzumischen, „nur dann erlebt er, wie sich die Exponate in einem Spannungsfeld von Formen und Farben verhalten, wie Formen und Farben in einen Dialog mit Spuren und Zeichen treten“. Ilse Kampen lasse sich nach eigener Aussage, so Ströder, in keine künstlerische Schublade pressen. Sie sei immer offen für neue Wege, neue Techniken und Themen. Ilse Kampen liebe es, neugierig alles auszuprobieren. „Ob Öl oder Acrylmalerei, Holzdruck oder Collage, immer sucht sie nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten.“ Die Retrospektive ihres Schaffens in der VHS untermale die Aussage nachhaltig. Sehr oft sei Kampen mit dem Fahrrad und einer Kamera unterwegs, nehme die Umwelt mit offenen Augen wahr und halte fest, was ihr festhaltenswert sei. „Von den Fotos lässt sich Kampen für ihr Kunstschaffen inspirieren“. Die Nordhornerin arbeite gern in Bildfamilien. Das werde auch in der VHS -Präsentation deutlich. Kampen verarbeite viele Themen immer wieder von verschiedenenh Blickwinkeln her. Die Technik sei bei der Künstlerin nie um ihrer selbst willen eingesetzt, sondern immer nur Mittel zum Zweck, um eine konkrete, ihrem inneren Vorstellungsbild Aussage herbeizuführen.

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