Motivierte Mitarbeiter Unternehmer erklären in Meppen den Weg zum Erfolg

Von Heiner Harnack

Ein begeistert mitgehendes Drum-Publikum brachte das Autohaus Schwarte zum Beben. Foto: Heiner HarnackEin begeistert mitgehendes Drum-Publikum brachte das Autohaus Schwarte zum Beben. Foto: Heiner Harnack

Meppen. Wirtschaftsunternehmen benötigen heute mehr denn je qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Um auch hiesigen Unternehmern neue Wege aufzuzeigen, hatte der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) zu einem eher ungewöhnlichen Abend in das Autohaus Schwarte in Meppen eingeladen.

Nach einer Begrüßung durch Junior-Chef Stefan Schwarte, der einen kurzen Überblick über das Unternehmen mit vier Standorten, 251 Mitarbeitern und etwa
80 Millionen Euro Jahres-Umsatz gab, übernahm ein bestens aufgelegter Moderator Christian Göwecke, Leiter des Kreisverbandes Osnabrück, Grafschaft Bentheim, Emsland des BVMW, das Mikrofon und kündigte für die 150 Zuhörer zwei besondere Darbietungen an, die es in sich haben sollten.

Renommiert

Dem BVMW war es in Zusammenarbeit mit einigen unterstützenden Firmen gelungen, den Osnabrücker Unternehmer Jens Bormann (als Referenten) sowie das international renommierte Drum-Café nach Meppen zu holen. Bormann hatte, wie er selbst süffisant vor den Zuhörern anmerkte, nach etwa
40 Semestern und ungezählten Bummelzuschlägen der Hochschule sein BWL-Studium an der Uni Osnabrück an den Nagel gehängt und mit einem Kompagnon sowie 2400 Mark Startkapital 1993 das Unternehmen BUW, einen Dialog-Dienstleister, gegründet.

Die Lacher hatte der Redner schon am Anfang auf seiner Seite, als er beschrieb, wie er die Akademie verlassen musste: Seine Sekretärin sei eines Tages in seinem Büro mit zwei Nachrichten erschienen. Die gute Meldung sei gewesen, dass er ab sofort keine Beiträge mehr entrichten müsse, die schlechte sei die gewesen, dass der Studiengang eingestellt worden sei. Der Referent scheute nicht davor zurück zu erwähnen, dass ein Dialog-Dienstleister, auch besser als Call-Center bekannt, nun wahrlich nicht den besten Ruf hätte. So gebe es für die Mitarbeiter eine hohe emotionale Belastung und einen enorm hohen Druck durch die Auftraggeber.

Weitere Sympathiepunkte erntete Bormann, als er ganz offen erwähnte, dass nach stetem Aufwärtstrend auch Rückschläge für das Unternehmen einsetzten. Es sei aber kein einziger Mitarbeiter entlassen worden, und gemeinsam habe man Aufträge nach dem Motto „Kämpfen, Reinholen, Einsteuern und Machen“ von den abgewanderten Kunden zurückgeholt.

Erfolg sei keine Frage von Hochglanzbroschüren, sondern Leben müsse in der Truppe sein. Das Motto müsse heißen: Spaß beim gemeinsamen Erfolg. Genau diese Mitarbeiter seien es auch, die ein solches Unternehmen, und nicht nur dieses, ausmachten. Unternehmer müssten heute erkennen, dass ihre Mitarbeiter das wertvollste Gut und der Erfolgsfaktor Nummer eins seien.

Bormann, selbst in sozialen Projekten engagiert, ließ zum Schluss in Meppen nicht unerwähnt, dass man so ganz nebenbei einen eigenen Fußballklub gegründet habe, den F.C. Real – eben auch ein Mannschaftssport, bei dem die eigenen Mitarbeiter Mitglieder seien und Spaß am Erfolg hätten. Natürlich trage das Emblem auf dem Trikot eine stolze Eins.

Nachdem das Publikum beim Vortrag noch zum Zuhören verurteilt war, folgte der interaktive Teil des Abends, und manch ein Gast bewies das perfekte Rhythmus-Gefühl. Die Leiterin des Drum-Cafés, Sabine Vieten, war mit drei starken Percussionisten aus Frankfurt am Main angereist und heizte mit ihren Trommeln den Teilnehmern ein. Vieten selbst ist nicht nur eine ausgezeichnete Trommlerin, sondern verfügt über eine Mimik und Gebärdensprache, die jeden Gast in den Bann riss – eine wahre Meisterin der Publikumsmotivation.

Drum-Café

Das Drum-Café, das auch schon vor Joachim Löws Nationalmannschaft und Nelson Mandela spielte, hat seine Wurzeln in Südafrika und verfügt weltweit über 20 Musiker. Vietens einfaches Motto ist: „Trommeln kann jeder!“ – und dieses Motto brachte die Verkaufshallen des Autohauses Schwarte fast zum Beben.

Neben Soloeinlagen der vier Musiker spielte dann das 150-Frau-/Mann-Drum-Ensemble zusammen, was zu Beginn des Abends wohl niemand für möglich gehalten hätte. Auch hier stand das gemeinsame Schaffen im Vordergrund, und 150 sehr stark motivierte Gäste beendeten gemeinsam den Abend mit einem satten „Ja!!!!!“


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