Streuobstwiese soll entstehen Marianum Meppen startet Schulimkerei

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Meppen. Am Gymnasium Marianum gibt es seit Beginn des Schuljahres eine Imker-AG. Sie ist Teil einer langfristig geplanten Umwelt-Strategie und einer Umgestaltung eines Teils des Schulgeländes.

Das Marianum hatte sich vor einiger Zeit im Zuge des Projektes „Nachhaltige Schulimkerei “ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt um Fördermittel beworben und auch eine Zusage über eine Förderung erhalten. 2000 Euro Startkapital gab es von der Stiftung aus Osnabrück und mit dem Geld haben die beiden Lehrerinnen Karin Schmid und Marita Rieken schon im Frühjahr vier Bienenvölker angeschafft. Weil sich aber das Jahr der Bienen mit dem Flug zu den Blüten und dem Einsammeln des Blütennektars nicht an den zeitlichen Ablauf der Schule und die Ferien hält, konnte die AG „Schulimkerei“ erst jetzt beginnen. Carl Drescher vom Imkerverein Meppen übernahm die Patenschaft und hilft mit seinem Fachwissen aus.

Heute Honigverkauf

Davon besitzen allerdings auch die beiden Lehrerinnen eine ganze Menge – beide sind selbst Imkerinnen und können den Kindern deshalb selbst viel über den Bienenstaat, den Unterschied zwischen Frühlings- und Sommertracht, das Gründen neuer Völker durch Ableger und - man ist ja an einer Schule – über Verhaltensbiologie in einem Insektenstaat erzählen.

Dass gleich 23 Kinder mitmachen, hat die beiden Lehrerinnen überrascht. „Die meisten suchen den Umgang mit der Natur und mit Tieren. Einige haben auch Erfahrungen in der Familie, weil der Opa Imker ist“, sagt Marita Rieken. Sie selbst kam über ihren Vater zur Imkerei, Karin Schmid unterrichtet unter anderem Biologie und interessierte sich schon immer für Staaten bildende Insekten – und um solche handelt es sich bei den Bienen ja zweifellos. Für sie lag es deshalb nahe, Imkerin zu werden.

In der zweiten Doppelstunde Bienen-AG stand in dieser Woche nun das Bekleben von mehr als 200 Gläsern Honig auf dem Programm – denn die erste Ernte haben die Imkerinnen bereits im Sommer eingefahren, geschleudert und abgefüllt. Der Honig soll am Samstag auf dem Schulfest verkauft werden.

Dann wird auch ein neues großes Marianum -Projekt vorgestellt, das indirekt mit den Bienen zu tun hat: Eine dem Maristenkloster gehörende bisherige Ponyweide soll ab dem Herbst Schritt für Schritt in eine 1,3 Hektar große Streuobstwiese umgewandelt werden. Die Bestäubung der Bäume übernehmen natürlich später die Marianum-Bienen.

Für das Vorhaben „Nutzen und Zierde – Streuobstwiese am Marianum“ sucht die Schule nun Baumpaten , die für 25 Euro eine Patenschaft für einen Baum übernehmen wollen. Genauer gesagt handelt es sich um einen halben Baum, denn es sollen 200 bis 250 Hochstämme alter Sorten gepflanzt werden, die durch Anschaffung und Pflanzung 50 Euro kosten werden.

Wenn nach einigen Jahren der Obstkorb reich gefüllt ist, sollen Äpfel, Birnen und Pflaumen über Schülerfirmen oder als Schulobst vermarktet werden.

Bis es so weit ist, werden die Marianum-Bienen weiter vorzüglich von den vielen Linden leben, die rund um die Schule wachsen. Außerdem ist eine Schulgarten-AG gestartet, die ebenfalls für die eine oder andere Blüte sorgen soll.

Die Nachwuchsimker werden im Gegensatz zu ihren Bienen auch im Winter aktiv sein und unter anderem Waben und Kästen bauen.


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