Orientierung für Zuwanderer DRK wünscht Unterstützung für Migrationsberatung

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Gesprächsrunde beim DRK, von links: Thomas Hövelmann, Marc-André Burgdorf, Josef Wittrock, Helen Wessels, Gitta Connemann, Inna Schulze. Foto: DRKGesprächsrunde beim DRK, von links: Thomas Hövelmann, Marc-André Burgdorf, Josef Wittrock, Helen Wessels, Gitta Connemann, Inna Schulze. Foto: DRK

Meppen. Dem Aufruf der Freien Wohlfahrtspflege und des Bundes der Vertriebenen zu einem bundesweiten Aktionstag für die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE), ist der DRK-Kreisverband Emsland gefolgt. Gitta Connemann, CDU, Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Unterems stellte sich einer Diskussion.

„Die Beraterinnen der MBE kümmern sich um Zuwanderer mit einem festen Aufenthaltstitel unter anderem vor, während und nach dem Integrationskurs. Sie beraten sowie begleiten sie sozialpädagogisch und eröffnen zudem auch Zugänge zu wichtigen Informationen über Netzwerke und Strukturen. Auf diese Weise tragen sie dazu bei, dass die Zuwanderer gute Startbedingungen in Deutschland erhalten und somit ihre Integrationsbemühungen unterstützt werden “, so Thomas Hövelmann, Kreisgeschäftsführer des DRK. Josef Wittrock, Leiter des Fachbereichs Jugend, Familie und Soziales im DRK-Kreisverband erläutert: „Die Beratungsanfragen und auch die Anforderungen an die Beratungsdienste steigen, während die Bundesförderung für die MBE sogar gesunken ist.“ Auch Connemann sieht darin einen Widerspruch: „Die Tätigkeiten der MBE sind beeindruckend und unverzichtbar. Diese Arbeit muss stärker bezuschusst und unterstützt werden.“

Die Beratungszahlen seien bundesweit in dem Zeitraum 2011 bis 2013 um rund 57 Prozent von etwa 100000 Ratsuchende auf 158000 gestiegen. Die Anzahl der Ratsuchenden in Papenburg habe sich seitdem mehr als verdoppelt, erklärt Helen Wessels, Leiterin der Migrations- und Kontaktstelle des DRK-Kreisverbandes „Auch die Bedürfnisse der Zuwanderer haben sich erweitert, sodass Beratungsanfragen komplexer werden“, ergänzt Inna Schulze, ebenfalls Mitarbeiterin in der MBE. Hövelmann hält eine Erhöhung der Bundesförderung für dringend nötig. Marc-André Burgdorf, Dezernent des Landkreises Emsland, betont: „Bedauernswerterweise gibt es im gesamten Emsland nur zwei MBE-Beratungsstellen, nämlich in Papenburg und in Meppen.“


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