Von Kaffeetasse bis Skulptur Töpfermarkt in Meppen lockt 2000 Besucher an

Von Helmut Diers

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Meppen. Keramik an der Koppelschleuse gehört zum Abschluss des Emsländischen Kultoursommers wie das Salz in der Suppe. Das war auch gestern bei der 22. Auflage des Emsländischen Töpfermarkts auf dem Gelände des Kunstzentrums Koppelschleuse nicht anders als in den Jahren zuvor.

Erneut waren 30 Kunstkeramiker und Töpfermeister von Höhr-Grenzhausen bis Lüneburg, von Lüdinghausen bis zur Nordsee und selbst aus den Niederlanden bei tollem Marktwetter zu Gast in der emsländischen Kreisstadt. Rund 2000 Besucher machten den Meppener Töpfermarkt zu einem Event der besonderen Güte.

Die Einbindung der kulturellen Einrichtungen – wie die Räume des Kunstzentrums mit der Uli-Stein-Ausstellung, das Archäologiemuseum und die Präsentation der Skulpturen der Sommerakademie der Bildhauer auf dem Gelände des Kunstzentrums unter der Leitung von Thorsten Sieber – gehört inzwischen zum festen Bestandteil des Marktes. Für einen Tag verwandelte sich das Gelände an der Koppelschleuse in eine keramische Hochburg des Emslands, die in der weiteren Region ihresgleichen sucht.

Die Keramiker und Töpfer präsentierten nicht nur Geschirr für den täglichen Gebrauch, sondern vor allem figürliche Arbeiten, Schmuck, Wasser- und Windspiele sowie Salzbrand, Raku, Irdenware, Steinzeug, Porzellan und Gartenkeramik. Ideenreichtum, dekorative Objektkunst für Haus und Garten, hochwertige Arbeiten von großer Originalität –das war es, was faszinierte, immer wieder aufgelockert durch die pantomimische Untermalung von Manfred Pomorin aus Osnabrück.

Zur Markteröffnung begrüßte Kunstkreisvorsitzender Dietmar Hasse zahlreiche Ehrengäste. Besonders stellte er das Engagement des „Marktleiters“ Franz Krull und Marita Stoscheks heraus, die es verständen, den Markt immer wieder mit neuen Ideen zu beleben.

Hasse und auch Meppens stellvertretende Bürgermeisterin Annelene Ewers freuten sich über „das erneut toll herausgebrachte Ambiente“ des Töpfermarkts: „Wir als Stadt Meppen finanzieren gern die Veranstaltung mit. Der Töpfermarkt ist eine Bereicherung für unsere Stadt.“ Sigrid Kraujuttis, Dezernentin für Soziales und Gesundheit beim Landkreis Emsland , bescheinigte dem Kultoursommer mit dem Töpfermarkt als Abschluss eine „feste Etablierung“ im kulturellen Leben des Landkreises und bilanzierte: „Mit der letzten Veranstaltung des Kultoursommers werden wir die Schallmauer von 60000 Besuchern durchbrechen.“

„Der Emsländische Töpfermarkt lohnt sich“: Das bewies am Sonntag zum 22. Mal der Töpfer Karl Möller aus Cloppenburg. Er ist der einzige Aussteller, der bisher keinen Markt verpasste. „Ich habe meine Markttätigkeit rapide zurückgefahren. Heute besuche ich nur noch Meppen und Varel. Meppen, weil hier vom Ambiente her alles stimmt, weil hier das Publikum sehr fachkundig und interessiert ist. Interessant ist die Kombination mit den Skulpturen der Sommerakademie.“ Zum ersten Mal dabei war Keramikermeisterin Stephanie Scheler aus Neu Vögelsen bei Lüneburg. „Bekannte haben mich animiert, hierher zu fahren. Das ist hier fantastisch. Die Stimmung war sofort mit Marktbeginn da. Das findet man selten“.

Mit einem Verwandtenbesuch verband die ehemalige Haselünner Keramikerin Susanne Dedden aus Vallendar den Marktauftritt. „Das Ambiente ist hier einfach total schön. Der Meppener Markt ist längst auf der höheren Ebene der Töpfermärkte angekommen. Von der Qualität her sehr gut.“


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