Schüler planen ihre Zukunft Berufsinfotag an der Johannesschule in Meppen

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Meppen. Mit der Planung ihrer beruflichen Zukunft sollten Schüler schon früh anfangen, meint Schulleiter Georg Jansen. Deshalb hat die Johannesschule in Meppen für die Achtklässler der Hauptschule und die Neuntklässler der Realschule im dritten Jahr in Folge einen Berufsinformationstag in der Aula veranstaltet.

„Es ist sehr wichtig, dass die Schüler schon einmal eine Tendenz zu bestimmten Berufsfeldern haben, da sie in einem Jahr ihren Abschluss machen und dann ein neuer Abschnitt in ihrem Leben beginnt“, erzählt Karl-Heinz Lammersdorf, Fachlehrer für Arbeit und Wirtschaft. Besonders handwerkliche Berufe stehen bei den Schülern nicht besonders hoch im Kurs. Schulleiter Jansen sagt: „Den technischen und handwerklichen Betrieben fehlt es oftmals an Nachwuchs, und wir möchten unsere Schüler, die daran Interesse haben, auch an diese Betriebe heranführen und gegebenfalls vermitteln.“

80 Prozent der Schüler interessierten sich eher für soziale und wirtschaftliche Berufe, so Lammersdorf. Nur etwa 20 Prozent orientieren sich an Handwerksberufen. So sind beim Berufsinformationstag neben den Handwerksbetrieben wie der Elektrofirma Otten, Maschinenbau Peters und DSM Kunstharze sowie der Kreishandwerkerschaft auch die Berufsbildenden Schulen und die Marienhausschule Ständen anwesend, die weitere Bildungsmöglichkeiten aufzeigen.

Kristina Lubas, Auszubildende im vierten Lehrjahr, informiert die Schüler über den Werdegang der Erzieher, Kranken- oder Altenpfleger an der Marienhausschule. „Besonders viele Mädchen zeigen Interesse an den sozialen Berufen. Jungs kommen eher weniger an den Stand, um sich zu informieren“, schildert die Erzieher-Auszubildende.

Zwischen der Johannesschule und der Elektrofirma Otten besteht seit drei Jahren eine Kooperation, die es möglich macht, dass regelmäßig Schüler ein Praktikum oder eine Ausbildung in der Firma absolvieren. „ Um die Schüler an den Beruf heranzuführen, können Gruppen einmal die Woche bei uns im Betrieb mit einem Betreuer an einer Anlage herumschrauben“, erzählt Inge Otten, Vorstandsmitglied beim Betrieb Otten. „Ein Auszubildender, der gerade bei uns angefangen hat, ist bei diesem Infotag auf uns aufmerksam geworden, und nach einem Praktikum wollte er auch seine Ausbildung bei uns beginnen.“

Am Stand der Kreishandwerkerschaft können die Schüler testen, ob sie handwerklich begabt sind. Eine Metallkonstruktion soll möglichst schnell zusammengebaut werden – per Stoppuhr wird die Zeit gemessen. Nicht einfach für die 15-jährige Demi Knelsen, die etwas länger braucht. „Manche Schülerinnen haben die Konstruktion dennoch schneller zusammenbauen können als die Jungs“, sagt Geschäftsführer Harald Hüsers von der Kreishandwerkerschaft Emsland und fügt hinzu: „Wir möchten den Schülern zunächst an unserem Stand eine Übersicht über die handwerklichen Berufe geben. Bei Bedarf vermitteln wir auch gerne ein Praktikum.“ Denn ab dem Frühjahr müssen die Realschüler ein zweiwöchiges und die Hauptschüler ein dreiwöchiges Praktikum in einem Betrieb absolvieren. „Beim Berufsinformationstag können so schon erste Kontakte geknüpft werden und was sich daraus ergibt, ist den Schülern überlassen“, sagt Lammersdorf.


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