Vorschläge für Messpunkte An diesen Orten würden Bürger im Emsland blitzen

Von Nico Buchholz

Gewünschte Messstelle: Andreas Bredol schlägt vor, an der Bokeloher Straße in Meppen zu blitzen. Foto: Nico BuchholzGewünschte Messstelle: Andreas Bredol schlägt vor, an der Bokeloher Straße in Meppen zu blitzen. Foto: Nico Buchholz

Meppen. Am Donnerstag werden im Emsland viele Autofahrer genau auf ihren Tacho achten. Dann kontrolliert die Polizei beim 2. bundesweiten 24-Stunden-Blitzmarathon die Geschwindigkeiten. Unsere Redaktion hat bei den Emsländern einmal nachgehakt und die Bürger konnten diverse Kontrollstellen vorschlagen, die sie für sinnvoll halten.

In Niedersachsen hat das Innenministerium die Unfallstatistik als Grundlage genutzt, um die Blitzerstandorte auszuwählen.

Hier finden Sie die Standorte, an denen die Polizei beim Blitzmarathon am 18. und 19. September tatsächlich kontrollieren wird››

In Nordrhein-Westfalen war dies anders: Hier konnten die Bürger Vorschläge einreichen. Auf unsere Frage, wo im Emsland gemessen werden sollte, kamen viele Vorschläge:

Sven Rüde schlägt vor, am Schäfereiweg, Ecke Kreuzweg, in Papenburg zu blitzen. „Diese Straßen werden gerne als Rennstrecken genutzt.“ Die verkehrsberuhigte Zone störe niemanden. „Und es stört auch niemanden, dass sich am Kreuzweg eine große Schule befindet.“

Patrick Brake macht auf die Situation in Lorup aufmerksam. Er schlägt vor, in der Gemeinde zu kontrollieren. „Meines Erachtens sind die Ortseingänge sowie die Straße Speckenweg die besten Stellen dafür.“

Yvonne Kuhl ist der Meinung, dass an der Altharener Straße in Haren-Wesuwe geblitzt werden sollte. „Es handelt sich um eine 70er-Zone, aber nur wenige halten sich daran.“ Es komme immer wieder vor, dass Motorrad- und Autofahrer, sobald sie das Ortsausgangschild von Wesuwe passieren, deutlich schneller als mit den erlaubten 70 km/h unterwegs seien. Darum fordert Yvonne Kuhl: „Wenn hier schon ein Tempolimit gilt, sollte dies regelmäßig kontrolliert werden.“

Josef Blankmann setzt sich dafür ein, in der 70er-Zone bei der Kreuzung Wöstemühle, von Holte-Lastrup kommend, Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen. „Trotz Stoppschildern an der Kreuzung und der 70er-Zone kommt es zu Unfällen.“

Andreas Bredol fordert, an der Bokeloher Straße in Meppen zu blitzen. „Die Straße ist mit einer Begrenzung auf 30 km/h versehen.“ Die Anwohner würden jedoch feststellen, dass Tempoüberschreitungen die Regel sind. „Es scheint üblich zu sein, Tempo 50 zu fahren.“ Bredol glaubt, dies durch Kontrollen eindämmen zu können.

Wilhelm Ewers schlägt vor, an der Nödiker Straße in Meppen zu kontrollieren. Autos und Lkw würden in diesem Bereich weit mehr als die erlaubten 50 km/h fahren. Da es hier zwei Grundschulen und die Einrichtungen des St.-Vitus-Werkes gebe, sei die Situation gefährlich.

Gerd Tieseler schreibt, die Polizei solle am Lahrer Weg in Haselünne blitzen. Dort gebe es eine 30er-Zone, in der viele Verkehrsteilnehmer 50 km/h oder schneller fahren. „Das Rasen bringt neben Gefahren Lärm mit sich.“

Weitere Informationen zu Blitzern, Unfällen und Verkehrsbehinderungen auf den Straßen im Emsland finden Sie im Verkehrsticker Emsland auf Facebook››

Aus Lingen haben unsere Redaktion vier Vorschläge erreicht. Brigitte Siepmann setzt sich dafür ein, in Lingen-Clusorth zwischen der Abzweigung B213-Bramharstraße und der Ortsmitte zu messen. Dort würden sich viele Fahrer nicht an die 50-km/h- und 70-km/h-Vorgaben halten. „Ich bin der Ansicht, dass dort etwas unternommen werden sollte.“

Familie Ricke fordert, an der Mundersumer Straße in der 70er-Zone in Hüvede zu blitzen. Besonders um ihre beiden Kinder habe die Familie wegen der hohen Geschwindigkeiten Angst. „Wenn wir mit ihnen an der Straße stehen, vermindern einige Fahrer nicht einmal ihre Geschwindigkeit, sondern weichen nur auf die Gegenspur aus.“

Reinhold Esders schreibt, dass er sich Kontrollen an der Biener Straße in Lingen-Holthausen wünscht. Der Streckenabschnitt sei ab Friseur Peters als 30-km/h-Zone ausgewiesen. „Der Bereich wird mit überhöhter Geschwindigkeit durchfahren.“

Für Messungen in 30er-Zonen und Spielstraßen setzt sich Egbert von Steuber ein. Er nennt die Gymnasialstraße zwischen der Abzweigung Baccumer Straße und der Zufahrt in die Tiefgarage. „Erlaubt ist hier nur Schritttempo, tatsächlich beträgt die durchschnittliche Geschwindigkeit des Verkehrs hier gefühlt um die 30 km/h.“

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