Förderverein wird aktiv Tierpark Nordhorn startet Leopardenkampagne

Zwei Leopardenbabys sind derzeit die Hauptattraktionen im Tierpark Nordhorn. Foto: Franz FrielingZwei Leopardenbabys sind derzeit die Hauptattraktionen im Tierpark Nordhorn. Foto: Franz Frieling

Nordhorn. Beflügelt durch die jüngsten Erfolge im Artenschutz durch zwei im August geborenen Jungtiere bei den seltenen Nordpersischen Leoparden hat der Förderverein des Nordhorner Tierparks eine Spendenkampagne gestartet.

Mit verschiedenen Aktionen wollen die Vereinsmitglieder in Zukunft etwas für den Schutz dieser vom Aussterben bedrohten, letzten europäischen Großkatze tun und dadurch dem Tierpark bei der zukünftigen Neugestaltung der Leopardenanlage helfen. „Wir unterstützen die Artenschutzbemühungen unseres Zoos für diese faszinierenden Tieren“, sagt die Vorsitzende des Fördervereins, Lilo Hilkenbach. „Als Förderverein wollen wir schon jetzt das mittelfristige Projekt eines Neubaus der Leopardenanlage fördern und die notwendigen Mittel für eine konkrete Planung sammeln. Die Geburt der beiden jungen Leoparden zeigt, dass die Arterhaltung für den Tierpark oberste Priorität hat.“

Die Kampagne des Fördervereins begann beim großen Sommerfest des Zoos, als erstmals mit Leopardenmotiven bedruckte T-Shirts zum Verkauf standen, die nun im Zooshop erhältlich sind. Der Erlös soll dem mittelfristig vom Nordhorner Zoo geplanten Neubau der Leopardenanlage zu Gute kommen. Andere Aktionen sollen in den kommenden Monaten folgen, um immer wieder auf das Projekt hinzuweisen und die Menschen dafür zu begeistern.

Die jetzige Leopardenanlage ist nach Angaben des Tierparks tiergerecht und übertrifft demnach sogar die Empfehlungen des neuen Säugetiergutachtens. Dennoch möchte der Tierpark diese Anlage in den kommenden Jahren neu gestalten, da sie optisch nicht mehr dem Standard des Familienzoos mit seinen naturnah gestalteten Anlagen entspreche.

Hierfür sei allerdings ein längerer Planungszeitraum und vor allem ein längerer Finanzierungszeitraum notwendig, um ausreichend Gelder ansparen zu können. Der Tierpark möchte zuerst die schon im Bau und in der Planung befindlichen Anlagen und Gebäude abschließen.

Mit dem Lehrbienenhaus und den Nasenbären sind in diesem Jahr zwei Komplexe fertig gestellt worden. Bereits jetzt laufen die Arbeiten an den Baustellen wie Futterküche und Erdmännchen, die im kommenden Jahr eröffnet werden sollen.

„Der Tierpark ist froh, einen so aktiven Förderverein zu haben!“, betont Tierparkleiter Nils Kramer. „Das Engagement des Fördervereins ermöglicht es, schneller als geplant in konkrete Planungen für den Neubau einer Leopardenanlage einzusteigen. Ideen und Wünsche gibt es viele, letztendlich müssen sie aber auch finanziert werden können. Die Aktion des Fördervereins ist ein erster wichtiger Schritt.“

Mit seinem Einsatz in der Erhaltungszucht hat der Tierpark nach eigener Einschätzung schon jetzt einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung der Nordpersischen Leoparden geschaffen. Weltweit gibt es nur noch 870 bis 1300 Nordpersische Leorparden. Die Art kommt in einzelnen Individuen noch im Großen Kaukasus vor und stellt somit die einzige Großkatze Europas dar.