Vom St.-Vitus-Werk organisiert Keine neue Bestmarke beim 3. Meppener Rekordlauf

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Meppen. „Das ist gelebte Inklusion“ – mit diesen Worten hat Vera Jaron, Vizepräsidentin des Behinderten Sportverband Niedersachsen, den vom St.-Vitus-Werk organisierten dritten Meppener Rekordlauf gewürdigt. Auch wenn es für den Rekord nicht ganz reichte, waren die Organisatoren zufrieden.

Bereits vor dem offiziellen Startschuss am Donnerstagabend war klar, dass es für den 2012 aufgestellten Rekord von 451 Teilnehmern nicht reichte. Eingegangen waren lediglich 446 Anmeldungen. Letztlich absolvierten 378 Läufer mit und ohne Behinderung mindestens eine Runde im Stadion. Neben dem Vitus-Werk waren auch Teilnehmer aus anderen Einrichtungen, wie zum Beispiel aus Altenoythe oder Papenburg dabei.

Schirmherr Schlangen

Vor dem Lauf richteten Schirmherr Carsten Schlangen, der eigens aus Berlin anreiste, und Jaron das Wort an die zahlreichen Teilnehmer: „Der Rekordlauf ist eine tolle Veranstaltung, zu der ich gerne erscheine. Hier kommen Menschen zusammen, die für eine gemeinsame Sache kämpfen“, lobte Jaron die Organisatoren. Auch Meppens zweifacher Olympiateilnehmer Schlangen betonte: „Ich freue mich hier zu sein und möchte gerne den Weltrekord im Rollstuhl anschieben verbessern.“

Bevor es mit dem Lauf endgültig losging, half Gertrud Wulf vom Drei-Life-Fitnesscenter in Meppen den Teilnehmern mit stimmungsvoller Musik beim Aufwärmen. Nach dem Startschuss liefen oder rollten von den vier verschiedenen Gruppen immer jeweils 20 Teilnehmer zeitgleich über die Tartanbahn. Neben dem gut gelaunten Schlangen zogen auch weitere emsländische Sportgrößen wie Nicole Heidemann, Maren Kock oder Kilian Muke ihre Runden. Gegen Ende der einstündigen Laufzeit schnappten sich Muke und Schlangen eine Rollstuhlfahrerin und schoben sie mit hohem Tempo an vielen anderen Läufern vorbei.

Nach dem Lauf versammelten sich noch einmal alle Teilnehmer zum gemeinsamen Auslockern. Moderator Klaus Ortwig verkündete die Ergebnisse: Insgesamt liefen die 378 Teilnehmer 1882 Runden, was einer Gesamtstrecke von 753 Kilometern entspricht. Sieger wurde die rote Gruppe mit 484 absolvierten Runden. Zum Abschluss erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde und Vitus-Geschäftsführer Michael Korden dankte in seinem Schlusswort den Teilnehmern: „Ich hoffe ihr kommt beim nächsten Mal wieder.“

Trotz des verpassten Rekords war Organisatorin Maria Brüggemann mit dem Abend rundum zufrieden: „Das Ergebnis ist zweitrangig. Die Begegnung zwischen den Menschen steht im Vordergrund. Es war wieder eine tolle Atmosphäre und jeder hatte Spaß.“


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