Ems-Altarm Eldorado für Welse Meppener Welse 124 und 135 Zentimeter lang

Von Hermann-Josef Mammes


Meppen. Die Gewässer rund um Meppen scheinen die bevorzugte Heimat von besonders vielen und großen Welsen zu sein. Zwei Meppener versuchten in dieser Woche gemeinsam ihr Glück und zogen sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag zwei kapitale Fische an derselben Stelle an Land.

Wie Steffen Rieke (25) und Michael Denk (42) vom Angelsportverein Meppen berichteten, gingen sie „gezielt zusammen“ los. Ihr Revier ist der Altarm der noch schiffbaren Ems in Höhe des Esterfelder Forstes.

Sie hatten sich auf die Welsjagd an diesen beiden Tagen spezialisiert. Dazu braucht man ganz bestimmte Utensilien. „Das Wichtigste neben der Angel ist ein Wallerholz“, sagt Rieke. Waller ist eine andere Bezeichnung für Wels. Mit diesem Holzstück schlugen sie von ihrem kleinen Boot aus immer wieder gezielt auf die Wasseroberfläche. Beide Petrijünger sind überzeugt, dass diese „Plopp-Signale“ große Welse anziehen, die dann ihre Reviere verteidigen wollen.

Jeweils rund zwei Stunden dauerte es, bis die großen Fische anbissen. „Wir ködern sie mit einem sehr großen Gummifisch“, sagt Denk. Beide Welse schnappten sehr heftig zu. „Das gibt einen richtigen Ruck im Boot und die Angelrute krümmt sich.“ Gerade der erste Drill am Mittwoch hatte es in sich. „Wir haben 45 Minuten gebraucht“, berichtet der 25-jährige Meppener. Der Raubfisch habe das kleine Boot durch den Altarm der Ems gezogen. Endlich an Land brachte das Prachtexemplar stattliche 15 Kilogramm bei einer Länge von 124 Zentimern auf die Waage.

Am Donnerstag spielte sich dasselbe Schauspiel an derselben Stele im Fluss erneut ab. Michael Denk schaffte es mithilfe von Steffen Rieke, den Fisch schon nach 20 Minuten an Land zu ziehen. Er maß sogar 135 Zentimeter und besitzt ein Gewicht von 17,5 Kilogramm.

Nach ihren Erfahrungen ist Wels-Fleisch eine echte Delikatesse. Beim Fischhändler zahle man für das Kilogramm über 10 Euro. Beide haben ihre Gefriertruhen bereits vollgepackt.

Sie wollen in den nächsten Wochen erneut ihr Angelglück versuchen. „Wir sind sicher, dass es dort noch größere Welse gibt“, sagen sie .

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