Fahrt im Heißluftballon Der Altkreis Meppen von oben

Von Tobias Böckermann


Meppen. Die Erde aus der Vogelperspektive zu betrachten, das ist ein unvergessliches Erlebnis. Am schönsten ist das Wandeln in luftiger Höhe vermutlich, wenn aus dem Flug eine Fahrt wird: im Heißluftballon.

Mit ein wenig Verspätung hat jetzt ein Werbeballon der Sparkasse von der Meppener Schülerwiese abgehoben – ziemlich genau ein Jahr nach dem vorgesehenen Starttermin anlässlich des 175-jährigen Bestehens der Sparkasse Emsland im Jahr 2013 konnte Pilot Joachim Theis jetzt mit vier Fahrgästen eine kleine Reise antreten – die letzte von mehreren, die das Geldinstitut unter seinen Kunden verlost hatte.

Mit dabei waren neben dem Autor dieser Zeilen auch Rainer Altmeppen, Michael Hilbers (Sparkasse) und Stefan Leigers – sie wurden mit dem Aufbau des Ballons zu einer Mannschaft im abenteuerlichen Einsatz. Nach dem Grundsatz ,,Jeder für Jeden“ galt deshalb auch sofort das persönliche „Du“. Tatsächlich rückten die fünf Männer nicht nur während der Fahrt im Korb unter dem Ballon eng zusammen – sie mussten auch beim Befüllen der großen Hülle mit anpacken, als lebende Beschwerung dienen und am Ende, nach geglückter Landung, beim Einpacken helfen.

Den ganzen Nachmittag herrschte gutes Wetter, aber am Abend brauten sich ein paar Schauer zusammen, die aus den Niederlanden in Richtung Meppen zogen. „Wenn dort Blitze drin sind, müssen wir die fahrt abblasen“, sagte Joachim Theis und verschob den Start um mindestens eine Stunde auf 18 Uhr. „Dann entscheiden wir“, sagte er.

Als dann zur verabredeten Zeit alle Mitfahrer wieder am Startplatz waren, hatte Joachim Theis den Korb schon aus dem Pkw-Anhänger geräumt. Belohnt wurden alle für Anspannung und Aufbau mit einer fantastischen Fahrt, die bei geringem Wind, aber leider etwas diesiger Sicht, von der Schülerwiese aus in Richtung Helte und dann nach Lehrte führte. Bis auf 650 Meter Höhe ließ Theis sein Gefährt steigen, pendelte dann aber mehrfach auf und ab, so dass nicht nur die Meppener Stadtteile Feldkamp und Neustadt gut zu erkennen waren, sondern später auch Helte und kurz vor der Landung Haselünne-Lehrte.

Wer nicht gerade Höhenangst hat, der kann von einem Ballon aus einen recht einmaligen Blick auf seine Heimat werfen – da das Gefährt mit dem Wind fährt, ist kein Luftzug zu spüren und wenn der Pilot nicht gerade mit dem Gasbrenner die Hülle anheizt, ist auch kein Lärm zu hören. „Ein fantastisches Erlebnis“ – da waren sich die Ballonfahrer am Ende einig.

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