Landstraßen und Schulwege im Fokus Blitzmarathon im Emsland und Landkreis Osnabrück am 18. September

Von Nico Buchholz

Der nächste bundesweite 24-Stunden-Blitzmarathon steht an. Am 18. September ab 6 Uhr wird auch im Emsland die Geschwindigkeit der Autos kontrolliert. Symbolfoto: Klaus LindemannDer nächste bundesweite 24-Stunden-Blitzmarathon steht an. Am 18. September ab 6 Uhr wird auch im Emsland die Geschwindigkeit der Autos kontrolliert. Symbolfoto: Klaus Lindemann

Meppen. Der nächste bundesweite 24-Stunden-Blitzmarathon steht an. Am 18. September ab 6 Uhr wird auch im Emsland und Landkreis Osnabrück die Geschwindigkeit auf den Straßen kontrolliert. Landstraßen und Schulwege stehen besonders im Fokus.

Das Innenministerium wird die Messstellen am Freitag bekanntgeben. Wie bereits beim ersten bundesweiten Blitzmarathon wird die Behörde nach eigenen Angaben die Städte und Gemeinden, in denen kontrolliert wird, und die Straßen veröffentlichen.

In Nordrhein-Westfalen durften Kinder und Jugendliche Standorte für die Kontrollen vorschlagen. In Niedersachsen legte das Innenministerium die Unfallstatistiken der Polizei zugrunde, um die Kontrollpunkte festzulegen. „Mitteilungen von Bürgern gehen regelmäßig bei der Polizei ein und werden bei der Auswahl der Messstellen berücksichtigt“, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Innenministeriums zu der Vorgehensweise. In der Regel würden diese Meldungen aber dem eigenen Empfinden entsprechen und nicht einer objektiven Gefährdung.

„Wir in Niedersachsen haben ein Problem auf Außerortsstrecken“, so der Sprecher. Rund zwei Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle würden sich jedes Jahr auf den Landstraßen ereignen. „Vor diesem Hintergrund und zur weiteren Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer haben wir eine solche Schwerpunktsetzung bei der Auswahl der Messstellen.“ Neben Landstraßen werden auch Straßen vor Schulen intensiv kontrolliert. „Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Schulanfangs werden die Schulwege berücksichtig“, so der Sprecher.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius teilt mit: „Die finanziellen Einnahmen spielen für uns bei dem Blitzmarathon keine Rolle.“ Darum würden die Standorte frühzeitig bekannt gegeben. „Auch weil die dunkle Jahreszeit vor der Tür steht, wollen wir alle Verkehrsteilnehmer – vom Pendler über den Motorradfahrer bis zum Fahranfänger – auf die Gefahren von zu hohem Tempo hinweisen“, so Pistorius.

Beim jüngsten – gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen veranstalteten - Blitzmarathon im April dieses Jahres waren in Niedersachsen rund 830 Polizeibeamte eingesetzt. Sie haben dabei an 498 Kontrollorten mehr als 120000 Fahrzeuge kontrolliert. Die Beanstandungsquote lag dabei bei 3,7 Prozent.

Während des ersten bundesweiten 24-Stunden-Blitzmarathons im Herbst des vergangenen Jahres überprüften rund 750 Polizeibeamte an 459 Messorten die Geschwindigkeit auf Niedersachsens Straßen. Dabei passierten rund 112000 Verkehrsteilnehmer die Messorte, die Beanstandungsquote lag bei 3,18 Prozent.

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