Serviceclub in Meppen Kiwanis setzen sich für Kinder und Jugendliche ein

Zum Schulstart spenden die Mitglieder des Kiwanis-Clubs neue Schulranzen. Foto: privatZum Schulstart spenden die Mitglieder des Kiwanis-Clubs neue Schulranzen. Foto: privat

Meppen. Die eigenen Fähigkeiten und Kontakte nutzen und diese für gute Zwecke einsetzen – mehr als 600000 Kiwaner in fast 100 Ländern pflegen diesen Grundgedanken des Clubs. Sie setzen sich hauptsachlich für Kinder und Jugendliche ein und möchten dort helfen, wo andere Organisationen nicht ausreichend oder schnell genug eingreifen können.

„Wir sind mehr als eine Hilfsorganisation“, erklärt Club-Präsident Hans Determann. „Das soziale Engagement steht bei uns an erster Stelle, aber zusätzlich sind uns auch das freundschaftliche Miteinander und der Austausch im Club sehr wichtig.“

Der Herrenclub wurde 1916 vom Amerikaner Allen Browne in Detroit gegründet, der in einem indianischen Wörterbuch eine Übersetzung fand. Demnach bedeutet das Wort Kiwani: „Wir haben Freude daran, aktiv zu sein.“ So hat der Club international in den letzten Jahren mehr als 100 Millionen Euro an Spenden gesammelt, um Unicef bei Jodmangelerkrankungen von Kindern zu helfen.

In Meppen/Lingen wurde der Club im Jahr 1992 gechartert. Einige der Gründermitglieder waren einst selbst im Serviceclub Round Table verankert und hatten das Austrittsalter 40 bereits erreicht. So gründeten sie einen neuen Club im Emsland, der sich für karitative Zwecke engagiert und bei dem die mittlerweile 17 Mitglieder sowohl den beruflichen Austausch als auch ein geselliges Miteinander erleben.

Ähnlich wie in anderen Serviceclubs legen auch die Kiwanis Wert auf eine Branchenvielfalt. „Es geht um den Austausch von Erfahrungen und um die Erweiterung des eignen Horizonts“, erzählt Vize-Präsident Ruppert Manneck. Alle zwei Wochen findet ein Abend mit unterschiedlichen Themengebieten statt. „Es werden Gäste eingeladen, die einen Vortrag über Politik, Wirtschaft oder Medizin halten. Außerdem werden die nächsten sozialen Projekte besprochen und geplant“, sagt Determann.

Das Motto der Kiwanis lautet: „Serving the Children of the World”, „den Kindern der Welt dienen“. Der Kiwani Club Meppen/Lingen konzentrieren sich aber auch auf regionale Projekte. Mit ihrer Schulranzenaktion stiften die Mitglieder jedes Jahr Ranzen für einkommensschwache Familien. In diesem Jahr konnten 63 Schulranzen an Vertreterinnen von Kitas, der Bürgerstiftung und weiteren sozialen Einrichtungen aus Meppen und Lingen übergeben werden.

Auch an den Hauptschulen zeichnen die Kiwanis Schüler, die sich besonders im Schuldienst oder in sozialen Projekten engagiert haben, mit einem Anerkennungspreis von 250 Euro aus. „Kinder können sich zu tollen Persönlichkeiten entwickeln, und das muss nicht nur in Gymnasien anerkannt werden, sondern auch in allen anderen Schulen“, sagt Determann.

Sei es auf Weihnachtsmärkten, beim Rudelsingen oder bei Kunstauktionen, die Kiwanis versuchen, die Bürger zum Spenden zu motivieren. „Jeder Einzelne kann viel bewirken“, so Determann. Seit 1987 nehmen die Kiwanis Frauen auf.

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