Gemeinnütziges Engagement Lions-Club Meppen unterstützt Waisenhaus in Südafrika


Meppen. In Deutschland gibt es mehr als 1500 Lions-Clubs, und eine Vereinigung lässt sich auch in Meppen im Emsland finden. Soziales Engagement zeigen steht bei den rund 50000 Mitgliedern des Serviceclubs an erster Stelle. Aber auch das Miteinander in der Gemeinschaft soll harmonisch, familiär und freundschaftlich stattfinden.

Das Siezen gehört im Lions-Club schon lange der Vergangenheit an. Die Mitglieder sind nämlich auch über den Club hinaus miteinander gut befreundet. Als oberstes Ziel haben sich die „Löwen“, die sich erstmals 1917 in Amerika zu einem Club verbündeten, die Unterstützung benachteiligter Menschen auf die Flagge geschrieben. Unter dem Motto „We serve“ werden regionale, aber auch internationale Projekte von mehr als anderthalb Millionen Lions weltweit gefördert. Ab 18 Jahren kann man für den Lions Club vorgeschlagen werden.

Keine Altersgrenze

„Die Lions suchen Mitglieder, die sich besonders durch ihr soziales und menschliches Engagement hervorhebenden. Das müssen nicht Leute aus Führungspositionen sein. „Wir achten darauf, dass wir eine Vielfalt an Berufsfeldern haben – mindesten zwei Mitglieder pro Branche, damit es genügend Austauschmöglichkeiten gibt“, erzählt Wilhelm Koormann. Eine Altersgrenze gibt es nicht. Auf Kleiderordnung und Präsenzpflicht verzichtet der Club. „Wir haben einen lockeren Umgang miteinander, und auch bei der Sponsoren-Fahrradtour radeln wir gemeinsam mit unseren Frauen“, so Club-Präsident Luitpold Berentzen.

Im Jahr 1966 erhielt der Lions Club in Meppen feierlich seine Charterurkunde und startete zugleich die gemeinschaftlichen und sozialen Aktivitäten. „Wir wollen selber aktiv werden, um Spenden zu sammeln“, erzählt Berentzen. Mit der jährlichen Adventskalenderaktion zu Weihnachten, wo es von Sponsoren gestiftete Preise gibt, sammelten die Mitglieder im vergangenen Jahr rund 20000 Euro. Auch beim Aalverkauf auf dem Markt konnten die Lions Spenden sammeln und damit die Tafel bedienen oder dem Kinderschutzbund finanziell helfen. Mit den Erlösen solcher Aktionen unterstützen sie nicht nur hilfsbedürftige Menschen in der Region, sondern auch darüber hinaus ein Projekt in Südafrika.

„Im Jahr 2006 war ich zum ersten Mal in Somerset West. Ich besuchte dort auch ein Waisenheim und war geschockt über die armen Verhältnisse, in denen die Kinder dort leben“, so Wilhelm Koormann.

Überraschung

Wenn er jedoch das nächste Mal nach Südafrika zurückkehre, erwarte die rund 100 Heimkinder und die Leiterin Amelia eine Überraschung, kündigte Koormann an. Im Oktober reist er mit einigen Club-Mitgliedern nach Somerset West und überreicht einen Spendenscheck in Höhe von 100000 Euro: „Wir konnten unsere bisherigen gesammelten Spenden vervielfachen. Das wird bei so außergewöhnlichen Projekten von der Dach-Organisation ermöglicht und hilft den dort lebenden Kindern ungemein.“

Eine Küche, Klassenräume und Betreuer werden von den Spenden ermöglicht. Bei den gemeinsamen Clubabenden einmal im Monat im Hotel von Euch in Meppen planen die 44 Mitglieder weitere Projekte und gemeinnützige Aktivitäten. „Dabei sitzen mehrere Generationen an einem Tisch, und jeder kann sich mit einbringen“, schildert Berentzen. „Wir bekommen auch viele Anfragen von Bürgern, die Hilfe oder finanzielle Unterstützung brauchen. Das ist uns ein großes Anliegen, auch da zu helfen, wenn die Not groß ist.“


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