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50. Treffen des Lenkungskreises MEMA-Netzwerk Emsland ist ein Erfolg

Von Heiner Harnack, Heiner Harnack | 13.02.2017, 17:31 Uhr

Das emsländische Netzwerkes für Metall- und Maschinenbaubetriebe (MEMA) hat Jubiläum gefeiert: das 50. Treffen des Lenkungskreises.

 2004 hatte der Landkreis Emsland den regelmäßigen Austausch von Unternehmen in der Region gegründet. Ziele waren die Schaffung persönlicher Kontakte, der Stärkung einer Wertschöpfungskette oder Sicherung von Fachkräften.

Erster Kreisrat Martin Gerenkamp erklärte, vor Gründung des Netzwerkes habe „irgendwie jeder für sich etwas gemacht. Teilweise standen Unternehmen auch in Konkurrenz zueinander, weil sie vergleichbare Produkte auf den Markt bringen“, berichtete er über Anfangsbedenken. Heute sehe man aber, dass es sehr viele Synergieeffekte gebe.

„Viele MEMA-Veranstaltungen sind sofort ausgebucht“, machte Gerenkamp auf das große Interesse aufmerksam. Beim Start vor 13 Jahren hatten sich 350 Unternehmen entschlossen, Mitglied zu werden. Heute zählt MEMA fast 600 Beteiligte. „Aus dem Emsland kommen oft gute Ideen, die sich dann auch überregional etablieren“, zollte Gerenkamp der geleisteten Arbeit Respekt. Seit Gründung des Arbeitskreises Emsachse im Jahre 2007 hätten sich 1200 Unternehmen vernetzt.

Maik Schmeltzpfenning vom MEMA-Netzwerkmanagement blickte auf die Gründungszeit zurück, als es Aufgabe gewesen sei, die Wertschöpfungskette zu vernetzen. „Die Unternehmer kommen ehrenamtlich alle drei Monate zusammen und schreiben uns ins Buch, was wichtig ist“, sagte Schmeltzpfenning.

Als es im Jahre 2009 eine wirtschaftliche Delle gegeben habe, sei man aber auch außerhalb der Region auf Messen gewesen, um bei der Beschaffung von Aufträgen behilflich zu sein. „Heute sind wir sehr stark aufgefordert, Fachkräfte zu finden, um die gute Auftragslage abzuarbeiten.“

„Einmalig“

Ralf Saatkamp von der Firma System Trailers in Twist erklärte, man habe seinerzeit festgestellt, dass man sogar Weltmarktführer vor Ort habe. Außerdem produzierten Zulieferer direkt vor der Haustür. Das Netzwerk solle aber auch frei von Bürokratie und Spielregeln bleiben. „Damit war etwas geschaffen, was es so nicht gab und in vielen anderen Regionen bis heute nicht gibt“.

Heidi Ricke von der Emsland GmbH meinte, es sei richtig gewesen, von Anfang an auf einen Lenkungskreis von 20 Personen zu setzen, der die gesamte Zusammenarbeit steuere. Sieben Unternehmer seien seit der Gründung bis heute in dieser Funktion tätig.

„Wo das Emsland ist, ist vorne“ brachte es Martin Gerenkamp auf einen einfachen Nenner. Auf Nachfrage, ob es Befürchtungen angesichts des anstehenden Brexit oder der Abschottungspolitik des neuen US-Präsidenten gebe, hieß es, das Netzwerk sehe sich nicht als politische Kraft sehe. Saatkamp meinte aber, dass bei der Aufstellung neuer Zollschranken durchaus externe Experten eingeladen werden könnten, um weitere Zukunftsperspektiven zu besprechen.

Hedelius-Vertreter Dennis Hempelmann berichtete, dass man trotz Brexit und Verfall des Pfunds, das Maschinen zwischen 10 und 15 Prozent verteuert habe, weiter gut nach England verkaufe. „Wir hoffen auf ein vernünftiges Handelsabkommen“, sagte Hempelmann.

Anschließend führte er durch die Hedelius-Fertigungsstätten. Das Unternehmen, dessen Kernmakrt Deutschland sei, biete heute 190 Menschen einen Arbeitsplatz und erziele einen Jahresumsatz von rund 47 Millionen Euro. Das Unternehmen baut Standardmaschinen in Serie und habe somit eine sehr kurze Lieferzeit. Im laufenden Jahr plane die Geschäftsführung einen Umsatz von rund 50 Millionen Euro zu generieren.