Abiturient reist und arbeitet Meppener macht „Work and Travel“ in Neuseeland

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Typisch neuseeländisch: Kiwis gelten als Nationalvögel des Inselstaates. Auf die kleinen, flugunfähigen Tiere muss im Straßenverkehr besonders geachtet werden. Foto: Lena KüpperTypisch neuseeländisch: Kiwis gelten als Nationalvögel des Inselstaates. Auf die kleinen, flugunfähigen Tiere muss im Straßenverkehr besonders geachtet werden. Foto: Lena Küpper

Meppen. Als sein Schulfreund Robin Klünder vor einem Dreivierteljahr vorschlug, vor dem Studium noch etwas Abwechslung im Ausland zu suchen, war Arie Jaspers sofort überzeugt. Die Entscheidung für Neuseeland als Zielort war schnell gefällt, und so machen sich die beiden jungen Männer am 13. Oktober auf die Reise ans andere Ende der Welt. „Neuseeland ist einfach etwas grundsätzlich anderes als das flache Emsland“, erklärt Arie die Wahl.

Als „Work and Travel“ (zu Deutsch: „Arbeiten und Reisen“) wird eine längere Tour durch fremdes Land bezeichnet, wobei sich der Reisende das dortige Leben mit entsprechenden Saison- und Kurzarbeiten verdient. Obwohl es für diese Art von Auslandsaufenthalt viele Organisationen gibt, entschieden sich Arie und Robin, ihre Fahrt auf eigene Faust zu planen und zu unternehmen. Arie erklärt: „Mit einer Organisation bezahlt man ungefähr 100 bis 150 Euro zusätzlich. Dabei findet man dank der Offenheit der Leute auch leicht alleine Arbeit, wie mir Rückkehrer berichteten.“ Spontanität und Flexibilität sind hier gefragt.

Zu den Vorbereitungen ihrer Reise gehört neben der Beschaffung der Visa und dem Buchen der Flüge die Kontaktaufnahme mit ehemaligen Reisenden. Darüber erhielten sie beispielsweise einen Tipp für einen möglichen ersten Job in einer Molkerei. Auch um einen gültigen Führerschein sollte sich jeder Reisende im Vorfeld kümmern, ebenso wie um eine englische Übersetzung dessen.

Das Arbeiten beginnt für die meisten Work-and-Traveller bereits zu Hause, schließlich müssen Flug, Zelt und Reiserucksack finanziert werden. Arie jobbt dafür beispielsweise bei Gelegenheit als Kellner bei öffentlichen Veranstaltungen und plünderte zudem seine Ersparnisse. Dafür hofft er aber, in Neuseeland etwas mehr reisen als arbeiten zu können. Das neuseeländische Klima und die einzigartige Natur der Insel bieten dafür ausreichend Möglichkeiten.

Sehr gespannt ist der 18-Jährige aufs Fliegen. Nachdem ihre ursprüngliche Route über Dubai wegen der Krisen im Westen Asiens gestrichen wurde, verbringen die Freunde nun drei Tage in London, bevor sie dann über Sydney nach Auckland weiterfliegen. Insgesamt rechnet Arie mit knapp 30 Stunden Flugzeit – relativ viel für seine erste Flugreise.

Am „Work and Travel“ reizt die Emsländer besonders die enorme Abwechslung. Anders im Freiwilligendienst sind die Reisenden nicht an einen Ort gebunden, sondern fahren, häufig im selbst gekauften Auto, durch das ganze Land. Die Emsländer planen zudem noch eine Woche Australien. Zunächst ist der Trip nur für sechs Monate angesetzt, aber dank des einjährigen Visums können sie ihre Reise noch spontan verlängern. Dies können die beiden, wie so vieles andere auch, aber noch kurzfristig vor Ort entscheiden.

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