Happy End nach Abpump-Aktion Taucher findet Handy des 16-Jährigen im Angelteich


Meppen. Es ist wieder aufgetaucht – das Smartphone, das dem 16-Jährigen im Angelteich in Meppen-Rühle verloren gegangen war, hat nun ein professioneller Taucher bergen können. Auch die Daten auf der Sim- und Speicherkarte sind dem Klein Heseper erhalten geblieben. „Ich bin so glücklich, dass ich meine Nummern wieder habe“, freute sich der 16-Jährige.

Taucher Timo Blohm suchte das Handy in dem 80 Meter langen und 15 Meter breiten Angelteich. Der Teich wird vom Verein „Catch & Kill“ genutzt. Der Jugendliche zeigte dem Taucher die Stelle, an der das Handy hineingefallen war . Mehr als eine Stunde suchte Blohm auf dem Grund des Sees. „Der Boden ist sehr schlammig“, sagte Blohm, der 14 Jahre Tauchererfahrung hat. Bezahlt hat die Tauchaktion der Fernsehsender Sat1. Viele Medien waren auf die Geschichte aufgesprungen, über die unsere Redaktion als Erstes berichtet hatte.

Auch mit einem Magneten versuchte es Blohm erneut – zunächst vergebens. Doch dann meldete er: „Ich habe es gefunden!“ Der 16-Jährige freute sich sehr und überprüfte sofort, ob die Speicherkarte noch funktionsfähig ist. „Die Nummern sind alle da. Aber auf die Daten habe ich noch keinen Zugriff.“

Geschichte mit Happy End

Dass diese Geschichte ein Happy End haben würde, hätte wohl keiner der Beteiligten gedacht. Zunächst hatte der Jugendliche versucht, den Teich abzupumpen, um an sein Handy zu kommen. Das Wasser wollte er über eine Toilette entsorgen. Dabei hatte er das Gelände geflutet.

Zuletzt hatten die Vereinsmitglieder mit Spezialmagneten nach dem Smartphone gesucht – vergebens. Die Klage wegen Hausfriedensbruch und Vandalismus hat Hans-Hermann Kremer vom Verein „Catch & Kill“ fallen gelassen. „Er hat sich entschuldigt, und ich nehme die Entschuldigung auch an. Außerdem hat er sein Einverständnis gegeben, hier am Angelteich kleine Arbeiten zu verrichten, wie zum Beispiel die Algen entfernen“, erzählte Kremer.

Hoffen auf Ende des Medienhypes

Der Jugendliche und die Vereinsmitglieder hoffen nun, dass der Medienhype ein Ende hat. „Dass sich so viele für die Geschichte interessieren, hätte ich nie für möglich gehalten“, erzählte Kremer. Im Emsland ist der 16-Jährige, der zwei Millionen Liter Teichwasser in eine Toilette abpumpen wollte, bekannt wie ein bunter Hund. Ihm zu Ehren hat die Band „Civil Courage“ aus Lähden sogar ein Lied komponiert, was sie auf ihrer Facebook-Seite gepostet haben www.facebook.com/civilcourageofficial.


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