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Nach Abpump-Aktion mit Klo Emsländer sucht versunkenes Handy mit Spezialmagnet


Meppen. Er setzte alles daran, sein im Teich versunkenes Handy wieder zu bekommen – und schreckte selbst nicht davor zurück, das Gewässer durch eine Toilette abpumpen zu wollen. Nun bekommt der 16-Jährige Hilfe vom Angelverein „Catch & Kill“ und einer Magnetfirma aus Pforzheim. Mit Spezialmagneten suchen die Mitglieder den rund 80 Meter langen Teich ab – bislang ohne Erfolg.

Der Geschäftsführer eines Magnetportals aus Pforzheim, Paul Petri, musste beim Lesen des Artikels in der Neuen Osnabrücker Zeitung über den jugendlichen Klein Heseper, der zwei Millionen Liter Teichwasser in ein Klo abpumpen wollte, herzhaft lachen. „Der Junge ist unglaublich. Ich wollte ihm und dem Verein helfen, das Handy endlich wiederzubekommen, da die Daten ja anscheinend sehr wichtig für ihn sind“, erzählt Petri. Kurzerhand habe er den Teichpächter Hans-Hermann Kremer kontaktiert und ihm das Angebot gemacht, zwei seiner Neodym-Spezialmagneten per Express zu schicken, um dem Jungen bei der Suche nach seinem Handy zu helfen.

So versuchte der Junge sein Handy zu retten

„Ich habe das mit dem Magneten selbst vorab getestet. Am USB-Eingang am Handy ist viel Metall eingebaut, so kann der Magnet es herausziehen. Der Speicher und die Simkarte werden auch noch intakt sein“, erklärte der Experte.

Die Suche hat begonnen

Die Suche nach dem Smartphone hat bereits am Donnerstag begonnen. Leider bislang ohne Erfolg. Sie werde in den kommenden Tagen aber fortgesetzt. „Es kann sein, weil der junge Mann schon sehr intensiv danach gesucht hat, dass das Handy unter dem Schlamm vergraben ist, das erschwert die Suche. Der Magnet kann zwar über 200 Kilogramm halten, wenn das Smartphone jedoch unter zwei Zentimetern Schlamm liegt, ist die Suche wahrscheinlich nicht von Erfolg gekrönt“, erklärt der Fachmann aus Pforzheim.

Die Vereinsmitglieder lassen sich noch nicht entmutigen. „Wir als Angelverein wollen dem Jungen jetzt alle Mann helfen, seine Daten vom Handy wiederzubekommen. Wir wollen nur nicht, dass er noch mal unbefugt auf das Gelände geht“, so Hans-Hermann Kremer vom Angelverein.

Der 16-Jährige Jugendliche aus Klein Hesepe ist dankbar für die Hilfe. „Das ist nett, dass die jetzt helfen, es zu finden“, sagt er. Er sei außerdem froh, wenn sich der ganze Trubel um seine Person endlich gelegt hat.

Noch ist der Medienhype nicht vorbei. Fernsehsender und Zeitungen fragten täglich nach weiteren Interviews, berichtet der Jugendliche. Die verantwortliche TV Produktion für das Format „Menschen, Bilder, Emotionen“ mit Günther Jauch möchte dem Jungen aus Klein Hesepe sogar im Jahresrückblick einen Beitrag widmen.

Für Hans-Hermann Kremer und die Vereinsmitglieder stehen nach dem Mediengedränge erst mal die Aufräumarbeiten an. „Wir werden nächste Woche die Toilette neu machen und was als Erstes angeschafft wird, ist eine Kamera“, erzählte Kremer.


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