„Catch and Release“ verboten Warum heißt ein Meppener Angelverein „Catch and Kill“?

Von Bastian Klenke


Osnabrück. Die Geschichte des Jugendlichen aus Klein Hesepe, der einen Angelteich auspumpen wollte, um sein Handy wiederzubekommen, ist aktuell in aller Munde. Und damit auch der betroffene Angelverein „Catch and Kill“. Warum der Verein diesen martialischen Namen trägt, erklären wir hier:

Nicht wenige Leser wundern sich über den Namen des Angelvereins, der dank der „wahnsinnigen Aktion“ eines Jugendlichen aus Meppen bekannt wurde. Doch die Wahl „Catch and Kill“ - also „Fangen und töten“ - hat einen rechtlichen Hintergrund: Hierzulande darf man einmal gefangene und noch lebende Fische, auch „Catch and Release“ genannt, nicht wieder in Wasser zurücksetzen. Sie fangen und töten allerdings schon. Daher gilt auch beim Meppener Verein: Der gefangene Fisch wird nicht wieder zurückgesetzt, sondern dem Gewässer entnommen.

Auch „Catch and Release“ umstritten

Seinen Ursprung hat die Methode in der Karpfenfischerei. Da geht den meisten Anglern um das gemeinsame Foto mit dem gefangenen Tier geht, statt um die kulinarische Verwertung des Karpfens.

Ziel der Methode, so die Befürworter, ist die Pflege und der Erhalt des Fischbestandes. Kritiken fügen allerdings an, dass den Tieren damit übergroßer Stress und unnötige Schmerzen zugefügt werden. Tierschützer kritisieren, dass es beim „Catch and Release“-Angeln einzig um den Spaß des Angelfisches geht und nicht um die eigentliche Bestandspflege.

Wissenschaftlich kann keine der beiden Positionen aktuell abschließend belegt werden. Doch während „Catch and Release“ in Deutschland verboten ist, ist es in Österreich wiederum erlaubt.

Allerdings gibt es auch in Deutschland eine Ausnahme: Hier ist das Zurücksetzen eines Fisches erlaubt, wenn der Fisch während seiner Schonzeit gefangen wurde .


Weitere Informationen rund um das „Catch and Relase“-Angeln finden Sie auch unter Angelfieber.com oder catch-release.de