Passendes Gelände wichtig Ideenwerkstatt umreißt neues Meppener Jugendzentrum


Meppen. Wie wünschen sich die Meppener Jugendlichen ihr neues Jugendzentrum? Seit Samstagabend haben die Planer genauere Vorstellungen davon, was angesagt ist, denn da lagen die Ergebnisse einer Ideenwerkstatt vor, zu der sich viele junge Ideengeber am Nachmittag im Jugend- und Kulturgästehaus an der Koppelschleuse getroffen haben.

Begrüßt wurden sie dort von Meppens Bürgermeister Jan Erik Bohling, Ratsmitglied Gerd Gels und Christian Golkowski von der Stadt Meppen. Vorab konnte anhand des Online-Ideenbaukastens „Mach neu“ bereits an Konzepten gebastelt werden. „Da haben sich 191 Jugendliche dran beteiligt“, freute sich Jugendpfleger Karsten Streeck.

Auch Bürgermeister Bohling zeigte sich begeistert von der Resonanz. „Wir von der Politik halten uns dann mal komplett raus und geben unseren Senf nicht dazu. Heute seid alleine ihr die kreativen Köpfe“, motivierte er die engagierten Teilnehmer.

Streeck erläuterte danach den Ablauf der Ideenwerkstatt, bevor die Jugendlichen drei Themengruppen bildeten. Die erste Gruppe beschäftigte sich mit Veranstaltungen, die zweite mit dem Jugendcafé und Aktivitäten und die dritte Gruppe mit der Einrichtung eines Medienraums.

Bei den Veranstaltungen stand der Wunsch nach Konzerten ganz oben, aber auch Open-Air-Kino, Lesungen, Mottopartys oder Sport- und Spielturnieren wurden gewünscht. „Aber dazu braucht es auch die richtige Umgebung“, lautete die ergänzende Fragestellung. Passendes Außengelände mit Flächen für Sportfelder, mobile Outdoorbühne, gute Akustik mit Schallschutz oder eine große Indoorbühne mit Backstagebereich wurden primär als Voraussetzungen angesehen und vorgeschlagen. Natürlich sei ein „guter Loungestil“ zum Chillen in jedem Fall von besonderer Bedeutung, war die einheitliche Meinung der jungen Planer: „Denn nur so wird es ein richtig geiles Jugendzentrum.“

In der Arbeitsgruppe „Aktivitäten im Jugendzentrum“ ging es vor allem um Voraussetzungen für einen neuen, offenen Nachmittagsbereich. Vielseitig und kreativ stellten sich auch hier die Wünsche der Jugendlichen dar. So war etwa eine Bar, mit Küche, an der Getränke und kleine Snacks von den Jugendlichen selbst verkauft werden, hoch im Kurs. In einer separaten Ecke soll es die Möglichkeit für Spiele wie Billard, Kicker, Flipper oder auch Playstation geben können. Zusätzlich müsse es einen Ruheraum geben, um dort auch Hausaufgaben erledigen zu können.

Den Stil der einzelnen Bereiche möchten die Jugendlichen heterogen gestalten. Es gab Ideen, die Räume orientalisch, retro oder modern zu arrangieren. Außerdem wünschen sich die Jugendlichen, dass das neue Jugendzentrum länger und am Wochenende geöffnet ist. Viel Wert wurde auf die Einrichtung einer Kreativwerkstatt gelegt, und natürlich dürfe im Medienraum ein schneller Internetzugang sowie W-Lan auf dem ganzen Gelände nicht fehlen.

Auf der Basis dieser Ideen werde Architekt Klaus Reimann einen ersten Entwurf entwickeln, an dem die interessierten Jugendlichen bei weiteren Treffen feilen können, versprachen die Vertreter der Stadt. Ziel sei es, bis gegen Ende des Jahres ein fertiges Konzept zu haben, das dann den politischen Gremien vorgelegt werden könne. „Das sind ganz tolle, kreative und konkrete Vorschläge, die ihr uns präsentiert habt“, lobte Karsten Streeck das Engagement der jungen Ideenentwickler. Nun gelte es, eine realisierbare Umsetzung zu finden.


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