Einstimmig im Amt bestätigt Bernd Ostermann bleibt Erster Stadtrat in Meppen

Von Tim Gallandi

Gratulation zur Wiederwahl: (von links) Bürgermeister Jan Erik Bohling, der alte und neue Erste Stadtrat Bernd Ostermann und die Stadtratsvorsitzende Lucia Reinert. Foto: Tim GallandiGratulation zur Wiederwahl: (von links) Bürgermeister Jan Erik Bohling, der alte und neue Erste Stadtrat Bernd Ostermann und die Stadtratsvorsitzende Lucia Reinert. Foto: Tim Gallandi

Meppen. Bernd Ostermann bleibt allgemeiner Vertreter des Meppener Bürgermeisters. In seiner jüngsten Sitzung bestätigte der Rat der Stadt den Verwaltungsbeamten in offener Wahl einstimmig für weitere acht Jahre im Amt.

Vor der Abstimmung erhielt Ostermann, dessen zweite Amtszeit am 1. März 2015 beginnt, fraktionsübergreifend Lob für seine Arbeit. Bürgermeister Jan Erik Bohling nannte ihn einen „Kenner der örtlichen Verhältnisse“ und bescheinigte ihm eine „mustergültige Dienstauffassung“. Nach Worten von Klaus Steinl (CDU) ist der Erste Stadtrat ein „ausgewiesener Fachmann“ und ein „Glücksfall für die Stadt Meppen“. SPD-Fraktionschefin Andrea Kötter lobte die „Verlässlichkeit und Aufrichtigkeit“ Ostermanns. Und Günther Pletz (UWG) erklärte: „Wir sind froh, dass wir ihn haben.“

Bohling, dem als Bürgermeister das Vorschlagsrecht oblag, hatte Ostermann für weitere acht Jahre in dessen Amt vorgeschlagen. Der Rat stimmte geschlossen zu, dafür auf eine öffentliche Stellenausschreibung zu verzichten. Vor der Sitzung hatte sich auch der designierte Bürgermeister Helmut Knurbein öffentlich hinter Ostermann gestellt.

Der alte und neue erste Stadtrat sprach seinen Unterstützern Dank für deren Vertrauen aus. Er sehe dies auch als große Verpflichtung für die Zukunft. „Dem Bürgermeister gehört meine volle Loyalität. Das galt und gilt für Jan Erik Bohling und das gilt künftig auch uneingeschränkt für den neuen Bürgermeister Helmut Knurbein“, sagte Ostermann und dankte Bohling für die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ der vergangenen Jahre.

Neues Löschfahrzeug

Im weiteren Verlauf der Ratssitzung machte das Gremium den Weg frei für die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs für die Meppener Feuerwehr. Der Kauf ist bereits seit 2008 geplant, wurde damals mit 320000 Euro veranschlagt, jedoch wegen angespannter Haushaltslage verschoben.

Inzwischen ist die Anschaffung nach Worten des Städtischen Direktors Matthias Wahmes dringend geboten, da beim alten Fahrzeug, Baujahr 1986, kostenträchtige Reparaturen anfielen und während eines Einsatzes Bremsprobleme aufgetreten seien. Das neue Tanklöschfahrzeug kostet rund 418000 Euro. Einstimmig bewilligte der Stadtrat überplanmäßige 100000 Euro, um den Kauf kurzfristig tätigen zu können.

Außerdem stellte der Rat die Weichen für die Erschließung neuer Baugebiete. Ohne Gegenstimme wurden städtebauliche Verträge mit der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) für die Areale „Nördlich der Overbergstraße“ in Versen und „Lange Land II“ in Bokeloh bewilligt. In Bokeloh werden 26 Bauplätze für Einzel- und Doppelhäuser ausgewiesen und auch in Versen entstehen rund 20 neue Grundstücke. Mehrere Ratsabgeordnete begrüßten die absehbare Verdichtung der Wohngebiete. „Es ist sinnvoll, nicht nur in der Innenstadt, sondern auch im Umland eine Nachverdichtung zu betreiben“, sagte Dirk Keller (SPD).

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