Niederländer kauft 20 Hektar Baustart für Rennstrecke im Funpark Meppen

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Meppen. Noch gleicht das 20 Hektar große Gelände in Meppen eher einer Wüstenlandschaft als einer Rennstrecke. Dies soll sich jedoch in den kommenden Wochen dramatisch ändern. Harry Maessen hat die Fläche inzwischen erworben. „Wir sind schon angefangen zu bauen“, sagte er auf Anfrage unserer Zeitung.

Am Dienstag zog jedoch nur ein Raupenfahrzeug auf dem riesigen Gelände seine Kreise und bewegte Sand und Kies. Der niederländische Investor versprach jedoch, dass hier bereits in Kürze die Planier- und auch Asphaltarbeiten für die Rennstrecke im großen Stil anlaufen sollen. Die Länge der Motorsportarena soll „2,2 Kilometer betragen“.

Nach langem Hickhack kaufte Maessen vor wenigen Tagen das 20 Hektar große Areal im Industrie- und Gewerbegebiet am Meppener Eurohafen von seinem Landsmann Hennie van der Most . Wie wir bereits mehrfach berichteten, erwarb van der Most das insgesamt 60 Hektar große Areal rund um den Kühlturm mit der größten Landkarte der Welt im Jahr 2004 von der RWE AG, die dort ein 610 Megawatt-Erdgaskraftwerk betrieb. Der Niederländer soll für die komplette Immobilie lediglich 500000 Euro bezahlt haben.

Trotz großer Versprechungen und auch Verträge mit der Stadt Meppen verschob sich die für 2009 angekündigte Eröffnung in den Folgejahren ein ums andere Mal. Laut dem ursprünglichen Vertrag hätte die Stadt Kosten und Auslagen von 1,286 Millionen Euro zurückfordern können, wenn der Niederländer nicht bis Ende 2009 eröffnet hätte.

In der Änderungsklausel wurde der Zeitpunkt später auf 2013 festgesetzt. Zudem verpflichtete sich van der Most, den Erlebnispark ab 2015 an mindestens 250 Tagen pro Kalenderjahr zu öffnen. Neben der von ihm bereits geleisteten Zahlung von 350000 Euro für Kompensationsmaßnahmen sieht der Änderungsvertrag eine pauschale Abgeltung für nicht in der gewünschten Anzahl geschaffene Arbeitsplätze in Höhe von 200000 Euro vor. 100000 Euro habe er bereits bezahlt.

Seit dem vergangenen Jahr gibt es auf dem Areal Quad-, Buggy- und 4x4-Offroad-Fahrten sowie eine Kartbahn. Zudem wird ein Gastronomiebereich für bis zu 1750 Gäste vorgehalten. Die Öffnungszeiten beschränken sich auf freitags von 18 bis 22 Uhr sowie samstags von 12 bis 22 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr.

Auf der Funpark-Homepage wird zudem versprochen, dass weitere Attraktionen wie Jetscooter, Wildwasserbahn, Tauchen, Dragsterbahn, Rennstrecke und „noch vieles mehr in naher Zukunft verwirklicht werden“. „2015 sollen die Bereiche rund um den Badesee eröffnet werden“, sagt ein Mitarbeiter der Meppener Stadtverwatung. Während der See noch wasserleer ist, steht das Strandcafé schon. Selbst der Innenausbau ist schon relativ weit vorangeschritten. Im kommenden Jahr sollen auch auf der Rennstrecke erstmals offizielle Rennen der Benelux Racing League mit 325 PS starken Autos ausgetragen werden. Investor und Betreiber Harry Maessen will damit an den acht Rennveranstaltungen im Jahr jeweils 3000 bis 4000 Menschen pro Tag in die Region locken.

Bis dahin will er nach eigenen Angaben „vier bis fünf Millionen Euro“ investieren. Die Palette reicht von der 2,2 Kilometer langen Asphaltstrecke über den Bau von Tribünen, Boxen und Werkstätten bis hin zum eigenen Parkplatz und einen großzügigen Eingangsbereich.

Weitere Nachrichten aus Meppen finden Sie unter www.noz.de/meppen


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN