Bilanz ein Jahr nach Eröffnung Interview mit MEP-Manager Martin Bo Ahlers

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Martin Bo Ahlers, Center-Manager. Foto: Tobias BöckermannMartin Bo Ahlers, Center-Manager. Foto: Tobias Böckermann

Meppen. Vor einem Jahr hat das Shopping-Center MEP in Meppen seine Türen geöffnet. Center-Manager Martin Bo Ahlers zieht im Interview Bilanz.

Herr Ahlers, vor einem Jahr hat die MEP ihre Pforten geöffnet, und zwar an einem Standort, der umstritten war, weil er abseits der Haupteinkaufszone liegt. Wie sehen Sie den Standort heute?

Die Nähe zum Bahnhof ist ein absoluter Vorteil, und mit dem Auto sind wir sehr gut erreichbar. Den Weg von der Innenstadt über die Hubbrücke gehen viele unserer Kunden gern zu Fuß. Ein Standort unmittelbar in der Fußgängerzone wäre vielleicht noch besser gewesen, aber wir sind sehr zufrieden.

Woher kommen denn Ihre Kunden?

Die Hälfte der Besucher stammt aus Meppen, geschätzte bis 20 Prozent aus den Niederlanden. Der Rest stammt aus dem mittleren Emsland oder kommt als Tourist.

Aus Lingen kommen kaum Besucher?

Hauptsächlich haben wir Kaufkraft aus dem mittleren Emsland in Meppen gebunden. Wir arbeiten aber daran, überregional noch attraktiver zu werden und auch für Besucher aus dem südlichen Emsland ein Ausflugsziel zu werden.

Haben sich denn die Erwartungen an den Umsatz erfüllt?

Bisher ja. Es hat sich so entwickelt, wie erwartet. Ein neues Einkaufszentrum braucht ein oder zwei Jahre, bis es in den Abläufen der Menschen angekommen ist. Im Moment steigt der Umsatz von Monat zu Monat, die Entwicklung ist sehr positiv.

Wie hat sich die Zusammenarbeit mit den übrigen Gewerbetreibenden in der Innenstadt entwickelt? Sie galten ja beinahe als Totengräber der Innenstadt.

Positiv. Mit dem Verein für Wirtschaft und Werbung arbeiten wir eng zusammen, stimmen verkaufsoffene Sonntage und Einkaufsaktionen miteinander ab und sind auch beim Marketing gemeinsam unterwegs. Und unsere Angebote ergänzen sich: Was es bei uns nicht gibt, bekommt man in der Innenstadt und umgekehrt.

Ein paar Leerstände gibt es ja noch in der MEP. Gibt es hier Neuigkeiten?

Ich kann keine konkreten neuen Mieter nennen, aber wir sind in Gesprächen und gehen davon aus, dass bis Ende des Jahres neue Geschäfte oder Gastronomie eröffnen. Vor allem im Bereich Sport oder auch Mode für etwas ältere Kunden sehe ich noch Potenzial. Aber wir sind froh, dass mehr als 90 Prozent unserer Flächen vermietet sind.

Die MEP hatte einige technische Anlaufschwierigkeiten, etwa den zeitweise nicht leuchtenden LED-Diamanten oder fehlende Toiletten. Sind sie inzwischen behoben?

Wenn an einem Neubau etwas nicht funktioniert, muss das über die Gewährleistungsregelung repariert werden. Das dauert länger, als wir es uns manchmal wünschen. Aber inzwischen sind viele Mängel behoben worden. Was die Toiletten angeht, haben wir den Kundenwunsch verstanden und wollen bei den beabsichtigten Vermietungen den Ausbau von weiteren WC-Einheiten in der Nähe der Geschäfte in die baulichen Abläufe mit integrieren.

Es gab einige Fotoausstellungen oder die Dinosaurierschau in der MEP. Was planen Sie für die nächsten Monate?

Wir haben an der Optik der MEP kleinere Dinge geändert, etwa bei der Beleuchtung. Die Wirkung ist aber enorm, das Raumgefühl ändert sich. Demnächst eröffnen wir eine große Kinderspielecke. Außerdem werden wir die Fußball-WM für eine besondere Dekoration nutzen und im September eine große Modenschau veranstalten. Vor allem bin ich aber froh, dass die MEP sich nicht nur zu einem reinen Verkaufsort entwickelt hat, sondern auch ein Ort der Begegnung geworden ist. Wir hatten drei Flashmobs, die Sporttombola, den Nikolaus, zwei Flohmärkte, Chorkonzerte – das hilft dabei, zu einem Teil Meppens zu werden.


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