20 Hektar vom Funpark gekauft Bau der Meppener Rennstrecke soll im Mai beginnen

Von Hermann-Josef Mammes


Meppen. In den Bau der Rennstrecke auf dem Funpark-Gelände in Meppen kommt Bewegung. Der niederländische Unternehmer Harry Maessen will von seinem Landsmann Hennie van der Most 20 Hektar der insgesamt 60 Hektar großen Fläche des Funparks im Industrie- und Gewerbegebiet Eurohafen erwerben.

Auf Anfrage bestätigte Maessen: „Es geht jetzt weiter.“ Er werde am 9. Mai mit van der Most beim Notar den Kaufvertrag unterzeichnen. Danach würden sofort die Bauarbeiten für die Rennstrecke starten. Die Palette reicht von den Asphaltarbeiten über den Bau einer Tribüne, der Werkstätten und Boxen bis hin zum eigenen großen Parkplatz mit Eingangsbereich. „Ich will vier bis fünf Millionen Euro investieren“, sagte Henry Maessen.

Leider habe man bislang „sehr viel Zeit schon verloren“. So sollte der Bau der Rennstrecke bereits vor einem Jahr erfolgen. Aber selbst wenn im Mai die Tätigkeiten im großen Stil anlaufen, wird nach Auskunft des Investors in diesem Jahr kein Rennen mehr stattfinden. Für 2015 könne er sich durchaus schon „Rennen für Meppen“ vorstellen. Erster Stadtrat Bernd Ostermann und Wirtschaftsförderer Heinz Schöttmer von der Meppener Stadtverwaltung verrieten weitere Details: Danach sollen in der Kreisstadt ab 2015 pro Jahr acht Rennen der Benelux Racing League (BRL) starten. Dies könnte an Renntagen bis zu 10000 Menschen anlocken. Maessen gab sich im Gespräch etwas vorsichtiger. Er wollte keine direkten Vergleiche mit renommierten Rennstrecken wie Assen, Zandvoort, Oschersleben oder den Nürburgring ziehen. Man müsse erst einmal schauen, wie rennbegeistert das Publikum in der Region sei. Seine groben Schätzungen gehen von „3000 bis 4000 Zuschauern“ in der Anfangsphase aus.

Gefahren wird in der Rennklasse mit 325 PS-starken Motoren. Dabei wiesen Schöttmer und Ostermann darauf hin, dass diese Fahrzeuge als normale Schalldämpfer besitzen. „Zudem wird vor dem Start bei jedem Rennauto der Schallpegel gemessen.“ Auch während der Rennen geschehe dies. Bei Verstößen würden die Fahrzeuge sofort gestoppt.

Nach Informationen unserer Zeitung erwarb Hennie van der Most das Areal 2004 von der RWE AG, die dort bis zum Jahr 2000 ein 610 Megawatt-Erdgaskraftwerk betrieb. Der Kaufpreis für das 60 Hektar große Areal soll 500000 Euro betragen haben. Heute liegt der Grundstückspreis für die erschlossene Industrie- und Gewerbefläche pro Quadratmeter laut Bodenrichtwertkarte bei 6,60 Euro. Danach würde van der Most allein für die 20 Hektar, die er an Harry Maessen verkaufen will, 1,32 Millionen Euro erzielen.

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