Renovierung nach Brandstiftung Meppener Möbelkammer wieder geöffnet

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Meppen. Gut vier Monate, nachdem Unbekannte in der Möbelkammer der Beschäftigungsinitiative Meppen ein Feuer gelegt hatten, sind die Ausstellungsräume wiedereröffnet worden.

In der Möbelkammer bietet die Beschäftigungsinitiative BIM gebrauchte Möbel und Hausrat zu günstigen Preisen an. Schränke, Tische, Stühle, Couchgarnituren oder Fernseher stammen aus Haushaltsauflösungen und vor allem der Sperrmüllentsorgung, die die BIM im Auftrag des Landkreises Emsland im Meppener Stadtgebiet übernimmt. Was noch gut brauchbar ist oder mit wenig Aufwand hergerichtet werden kann, wird in einem Nebengebäude des Kossehofes an der Vogelpohlstraße verkauft.

Ende Oktober allerdings war jemand durch ein Seitenfenster in den Ausstellungsraum eingestiegen und hatte ein Sofa angezündet – durch den Schwelbrand entstand eine enorme Menge Rauch, die die vorhandenen Möbel unbrauchbar machte und eine Renovierung der insgesamt 300 Quadratmeter großen Räume erforderte.

Diese ist nun abgeschlossen, sodass Meppens Bürgermeister Jan Erik Bohling, Städtischer Direktor Matthias Wahmes und Heinz Cloppenburg als Vorsitzender des BIM e.V. sich einen Eindruck verschaffen konnten.

BIM-Geschäftsführerin Christine Gößling-Preuß und der Projektleiter der Möbelkammer, Wolfgang Held, berichteten, nach dem Feuer habe man unter anderem alle Räume neu streichen und die Fußböden renovieren müssen. Auch eine Zwischendecke sei erneuert und die Möbelkammer neu eingerichtet worden. Das Angebot richte sich nach wie vor an finanzschwache Menschen.

Hohe Verwertungsquote

„Wir verfolgen dabei noch immer unser Hauptziel, Menschen mit Vermittlungshemmnissen oder Handicaps unterschiedlicher Art in Arbeit zu bringen oder zu qualifizieren“, sagte Heinz Cloppenburg. Die Möbelkammer als Teilbetrieb der BIM biete derzeit über verschiedene Finanzierungsmodelle 13 dieser Arbeitsplätze. Mit zwei Lastwagen werden im Stadtgebiet pro Jahr rund 1000 Tonnen Sperrmüll abgeholt, sortiert und Unbrauchbares entsorgt. „Die Verwertungsquote liegt aber, rechnet man die Nutzung von Holz zur Energiegewinnung mit ein, bei rund 65 Prozent“, sagte Held.

Bürgermeister Bohling betonte, die Verwertung sei nicht nur wirtschaftlich, sondern auch aus Umweltgründen sinnvoll. Zudem könnten die ehemals Arbeitslosen hier sinnvoll beschäftigt werden, und der Betrieb der Möbelkammer trage sich wirtschaftlich.

Wichtig dafür sei auch der Verkauf der noch gut brauchbaren Möbel, betonte Christine Gößling-Preuß. Die Möbelkammer ist für Kunden von dienstags bis donnerstags jeweils von 10 bis 17 und freitags von 10 bis 14.30 Uhr geöffnet.


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