Georg Hennekes tritt an Vierter Kandidat für Bürgermeisteramt in Meppen

Von Hermann-Josef Mammes

Für das Bürgermeisteramt kandidiert auch Georg Hennekes (58). Foto: privatFür das Bürgermeisteramt kandidiert auch Georg Hennekes (58). Foto: privat

Meppen. Mit Georg Hennekes (58) bewirbt sich schon der vierte Kandidat um den Posten des hauptamtlichen Bürgermeisters für die Stadt Meppen. Die Wahl findet am 25. Mai statt.

In einem Pressegespräch erläuterte der Diplom-Ingenieur seine Motive für die Bewerbung. „Es geht mir allein um das Wohl der Stadt und die Interessen der Bürger.“ Seine Hauptaufgaben als Bürgermeister sieht er darin, die Verwaltung nachhaltig zu führen. Zudem gelte es, die Interessen Meppens mit ihren „verschiedenen Ansichten und politischen Färbungen“ zu „einer gemeinsamen tragfähigen Lösung zu bündeln“. Als unabhängiger und parteiloser Bürgermeister könne er auf alle unbelastet zugehen. Dabei gehörte er bis vor wenigen Wochen noch der CDU an, und dies über 20 Jahre lang. So bewarb er sich 2013 um die Nachfolge von Hermann Kues als CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Mittelems. Allerdings sei er auch „sehr SPD-nah“. Hennekes belegt dies mit seiner 40-jährigen Gewerkschaftsmitgliedschaft.

Beruflich war der zweifache Familienvater bis 2003 Geschäftsführer beim Trink- und Abwasserverband Bour-tanger Moor. Danach war er in Führungspositionen in weiteren Unternehmen tätig. Zurzeit sei er noch Geschäftsführer beim Wasserverband in Bremervörde. Dort habe er jedoch gekündigt, sodass er seit Juli 2013 wieder in Meppen-Helte lebe. Außer seiner Tätigkeit in der Landwirtschaft und im Tourismus arbeite er als Energiedienstleister für Ems Plus (Lingen).

Hennekes will mit einem Zwölf-Punkte-Programm für Meppen in den Wahlkampf ziehen. So fordert er eine Hase- und eine Emsbrücke als sichere Fuß- und Radwege. Für längst überfällig sieht er die Beleuchtung des Stationsweges an. Beim vierspurigen Ausbau zur E 233 (B 402) hält er es durchaus für denkbar, diese erst von der B 70 bis hinter Bokeloh zweispurig zu belassen. Zudem plädiert der 58-Jährige dafür, dass die Stadt ein eigenes Energieunternehmen gründet. Damit die Bürger die Tiefgarage in der MEP akzeptieren, schlägt der Ingenieur vor, für Kurzzeitparker bis zu 60 Minuten kostenlose und günstige Monatskarten anzubieten. Weiter setzt er sich für eine bessere Informationspolitik und eine Senkung der Kreisumlage ein.

Außer Hennekes kandidieren Amtsinhaber Jan Erik Bohling (CDU), Helmut Knurbein (mit Unterstützung von SPD, UWG, Grünen und FDP) sowie Einzelbewerber Thomas Reimann . Während Bohling als CDU-Parteibewerber antritt, müssen die anderen drei noch bis zum 7. April für ihre Kandidatur je 190 Unterschriften vorlegen.