100 neue Fachkräfte Handwerkslehrlinge in Meppen ausgezeichnet

Von Georg Hiemann

Elite des emsländischen Handwerks: Die Auszeichnung der Besten erfolgte durch Kreishandwerksmeister Andreas Nünemann und Ehrenkreishandwerksmeister Fritz Herbers (v.l.). Foto: Georg HiemannElite des emsländischen Handwerks: Die Auszeichnung der Besten erfolgte durch Kreishandwerksmeister Andreas Nünemann und Ehrenkreishandwerksmeister Fritz Herbers (v.l.). Foto: Georg Hiemann

ghm Meppen. Es ist immer wieder ein imposantes Erlebnis, wenn dem Handwerk mit einem Schlag so viele neue Fachkräfte zugeführt werden können.

„Ich spreche Sie nun frei von der Lehrzeit und begrüße Sie im Gesellenstand des Handwerks“, sagte Kreishandwerksmeister Andreas Nünemann in feierlicher Atmosphäre vor über 300 Gästen auf dem Kossehof in Meppen. Nünemann gratulierte insgesamt 100 jungen Gesellinnen und Gesellen, die ihre praktische und theoretische Prüfung erfolgreich absolviert haben.

Zur Freisprechung im Kossehof konnte Nünemann im Namen der Kreishandwerkerschaft Emsland Mitte-Süd neben zahlreichen Gästen, Eltern, Freunden, Berufsschullehrern, Meistern und Ausbildern auch Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die Vertreter der Handwerksorganisationen, die Obermeister der Innungen sowie die Mitglieder des Prüfungsausschusses begrüßen. „Ihre Anwesenheit unterstreicht die Bedeutung des Handwerks für die Region“, betonte der Kreishandwerksmeister.

In seiner Laudation würdigte Andreas Nünemann das Handwerk als „stabilsten Wirtschaftsbereich der Region“. An die Neugesellen gerichtet, betonte er, „wer heute den Gesellenbrief bekommt, hat die Mühen einer handwerklichen Ausbildung mit viel Einsatz auf sich genommen“. Die Zukunft biete den jungen Nachwuchskräften sehr viel, denn „Karriereleitern gibt es viele im Handwerk“.

Nünemann machte deutlich, dass jeder Geselle sich stetig weiterbilden müsse. „Sie sind künftig für ihre berufliche Entwicklung selbst verantwortlich.“ Der Kreishandwerksmeister nutzte die Gelegenheit und wies darauf hin, dass die duale Ausbildung im Handwerk eine echte Alternative zu einem Studium und anderen schulischen Ausbildungsformen sei.

Er bedauerte, dass zurzeit nur gut 30 Prozent der Schulabgänger im mittleren Emsland nach der Schule überhaupt eine Ausbildung anstreben. „Das kann für die weitere wirtschaftliche Entwicklung ein hohes Risiko angesichts der demografischen Entwicklung bedeuten.“ Daher werde man noch stärker durch gemeinsame Aktionen für die duale Ausbildung werben, damit „fehlende Berufserfahrung und mangelndes Fachwissen nicht zu einer zentralen Wachstumsbremse werden“.

Prüflinge ausgezeichnet

Im Namen der Stadt Meppen gratulierte Bürgermeister Jan Erik Bohling den neuen Gesellinnen und Gesellen zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung. „Mit Fleiß, Engagement und Durchhaltevermögen haben Sie erfolgreich gearbeitet und können jetzt stolz auf sich sein.“ Bohling dankte den vielen Meistern und Betrieben, die bereit seien, ihre Kenntnisse an die nächste Generation weiterzugeben und damit das Handwerk lebendig erhielten. „Um hiesigen Unternehmen Perspektiven zu bieten und Existenzgründer zu ermutigen, wird Wirtschaftsförderung in der Stadt Meppen ganz groß geschrieben.“

Aus der Sicht eines Gesellen beschrieb Günther Wester seine Ausbildungszeit. „Am Anfang der Ausbildung war es eine totale Umstellung von der Schule ins Elektrohandwerk, aber ich habe den Schritt nie bereut und bin jetzt stolz, die Ausbildung geschafft zu haben. Unter dem Applaus der Gäste überreichten die Obermeister der Innungen und die Vertreter der Prüfungsausschüsse die Gesellenbriefe.

Als „Elite des emsländischen Handwerks“ bezeichnete Ehrenkreishandwerksmeister Fritz Herbers die besten Prüflinge der diesjährigen Winterfreisprechung. Nünemann betonte, dass es erfreulich sei, wenn Prüflinge herausragende Leistungen erzielen würden. Herausragend bedeute, in der Gesamtnote aus Theorie und Praxis mindestens die Note „gut“ erreicht zu haben.

Die besten Prüflinge und ihre Ausbildungsbetriebe: Dennis Rolfes, Baugeschäft Hermann Steffens; Tobias Demmelhuber, Bundeswehrdienstleistungszentrum Leer; Kevin Janzen, Hölscher Wasserbau GmbH; Patrick Kok, Bundeswehrdienstleistungszentrum Leer; Marcel Schmitz, Elektro Stüwe GmbH; Tim Schute,Josef Fangmeyer und Ingo Fangmeyer GbR; Günther Wester, Cosse Elektro GmbH; Thomas Krämer, Gebrüder Schwarte OHG; Fabian Helle,FS Trucks GmbH, Philipp Lammers, Backers Maschinenbau GmbH; Marc Robben, Bergmann Maschinenbau GmbH & Co. KG und Niklas Albers, Bundeswehrdienstleistungszentrum Leer.


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