Erste Überlegungen der Stadt Neubau des jam in Meppen am Nagelshof


Meppen. Das Meppener Jugendzentrum jam soll aus dem alten Gebäude an der Königstraße in einen Neubau „An der Bleiche“ umziehen. Dies ist zumindest der Vorschlag der Stadtverwaltung unter Federführung von Bürgermeister Jan Erik Bohling.

Im Rahmen einer Pressekonferenz im jam stellten Bohling, Amtsleiter Christian Golkowski und Stadtjugendpfleger Karsten Streeck das Konzept vor. Bohling wies darauf hin, dass im jetzigen, nicht barrierefreien jam besonders ein größerer Veranstaltungsraum fehle. „Dabei haben wir hier allein 2013 trotzdem 18 Konzerte durchgeführt“, ergänzte Streeck – allerdings in sehr beengten Räumlichkeiten. So messe der größte Raum nur 18 Quadratmeter.

Nach Angaben von Golkowski „gibt es seit Sommer vergangenen Jahres Überlegungen, das Jugendzentrum zu sanieren“. Dabei würden Kosten von 180000 Euro nur für den ersten Teilabschnitt entstehen. Weitere Schritte wie das Dach und die energetischen Maßnahmen würden eine weitere sechsstellige Summe verschlingen. Danach habe man geprüft, ob sich eine andere Immobilie als Mietobjekt anbiete. Man sei nicht fündig geworden.

„Wir haben uns dann als mutigen Schritt für einen Neubau entschieden“, sagte Golkowski. So leiste das Team um Streeck seit Jahren hervorragende Arbeit. Es sei gelungen, Kinder und Jugendliche über das reine Jugendzentrum hinaus für diverse Projekte zu begeistern. Der Amtsleiter führte den Skaterpark oder die Mehrgenerationenspielplätze an.

Im Rahmen der Standortsuche sei man auf das städtische Grundstück „An der Bleiche“ gestoßen. Bürgermeister Bohling sieht hier „sehr gute Synergieeffekte“ für die Freizeitgestaltung wie Beachvolleyball, Schwimmen und Camping. „Der Standort liege zudem zentral und sei verkehrstechnisch gut zu erreichen. „Fraktionsübergreifend wird das Projekt begrüßt“, ergänzte Golkowski. Allerdings sollen in konkrete Planungen sowohl Jugendliche als auch Politik eingebunden werden. So sei denkbar, dass der große Veranstaltungsraum zusätzlich als Kleinkunstbühne gestaltet wird.

Bohling will das Vorhaben, das 2015 realisiert werden könnte, in der öffentlichen Sitzung des Jugendausschusses am 28. April vorstellen. Für das neue Jugendzentrum müssten die alten Sanitäranlagen abgerissen werden. Zudem sieht ein Masterplan vor, dass die weiteren Sanitäranlagen des Campingplatzes ebenfalls neu errichtet werden. Weiter sollen 50 Wohnmobilplätze an der Ems entstehen. Das ganze Vorhaben würde „über eine Million Euro“ kosten. Die Stadt hofft auf Zuschüsse des Landkreises Emsland. Weiter könnte das über 3000 Quadratmeter große städtische Areal an der Königstraße mit dem 1870 erbauten, denkmalgeschützten Gebäude veräußert werden.


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