„Wir sind auf der Zielgeraden“ Aus der Meppener Disko Bridge wird das Update

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Meppen. Lange war es still geworden um die Großraumdisko in Meppen-Versen. Das Bridge hat vor Jahren seine Pforten geschlossen und die angekündigte Neueröffnung kam nicht zustande. Nun aber wird wieder an allen Ecken und Enden gebaut: am Ende soll unter dem neuen Namen „Update Discotheque“ eine der größten Diskotheken Deutschlands Besucher anlocken.

Immer wieder hatte es Nachfragen gegeben, wann genau die Disko wieder eröffnet wird und Betriebsleiter Carsten Kengel hatte vor einigen Jahren auch schon einen Termin genannt. Aber der hatte sich damals aus verschiedenen Gründen zerschlagen und einige Zeit passierte im Diskogebäude im Euroindustriepark in Versen nichts.

Inzwischen haben sich die Besitzverhältnisse geändert und die Sunshine Grundstücksgesellschaft mbH mit ihrem Geschäftsführer Hermanus Hendrikus Bakker treibt als Eigentümerin und Geldgeberin den Ausbau voran. Der Niederländer verdient sein Geld als Geschäftsmann und hat seit gut eineinhalb Jahren mehrere Millionen Euro in die Disko investiert.

„Eigentlich wollten wir schon im vergangenen Jahr eröffnen“, sagt Carsten Kengel, der gemeinsam mit dem Niederländer Roald Smit den Betrieb leiten wird. „Aber der Umbau des alten Bridge war komplizierter als gedacht und eine kurzfristig beschlossene Erweiterung hat weitere Verzögerungen ergeben.“

Tatsächlich hat das neue Update mit dem alten Bridge nicht mehr viel gemein. Das bisherige Gebäude wurde praktisch in gleicher Größe noch einmal angebaut, der Gesamtkomplex ist mit 45 mal 60 Metern doppelt so groß wie zuvor. 5400 Quadratmeter Nutzfläche sind auf zwei Ebenen entstanden, davon sind 3000 Quadratmeter als Diskothek ausgebaut. Statt neun gibt es nun 15 Theken und „wir bauen sieben unterschiedliche Areas“, sagt Kengel, „davon vier Tanzbereiche. Außerdem gibt es ein Foyer, eine Kaffeebar und eine Speisegastronomie.“

Welche Musik im Update gespielt wird, will Kengel noch nicht verraten. „Aber das Konzept steht und geplant sind natürlich auch Veranstaltungen mit namhaften DJs oder Musikern.“ Das Eventmanagement dafür wird mit Tobias Rottau ein Meppener übernehmen. Kengel geht davon aus, dass die Größenordnung des „Update“ und seine professionelle Ausrichtung sowie die günstige Verkehrsanbindung in die Niederlande und in Nordwestdeutschland zu den Öffnungszeiten freitags und samstags sowie vor Feiertagen stets mehrere Tausend Gäste anlocken werden.

„Wir haben bei der Planung auf Fachleute gesetzt“, sagt er. So sei unter anderem Andreas König von der Firma Lacos Knowhow aus Würzburg als Generalplaner engagiert worden, mit Christiane Stark (ebenfalls Würzburg) eine der führenden Innenarchitektinnen für den Gastronomiebereich. Den Innenausbau hat „Holz in Form“ (Oberthulba bei Schweinfurth) übernommen, beim Rohbau waren mit den Formen Cosse, G. Mersmeyer und LTA Lingen auch Emsländer beteiligt.

250000 Nägel, mehr als 65000 Arbeitsstunden, 60 Kilometer gezogene Kabel: Die Dimensionen der neuen Diskothek sind beeindruckend. Bei einem Rundgang wird zwar deutlich, dass die Licht- und Soundtechnik noch fehlt. Aber die ist vorbestellt und der Innenausbau weit vorangeschritten, die ersten Bar- und Tresenelemente werden gerade eingebaut. Die Materialien wirken hochwertig, das Konzept durchdacht, so weit sich das derzeit beurteilen lässt. Wenn alle Bereiche fertig sind, benötigt das Update rund 100 Arbeitskräfte – von der Security, über die Bedienung bis zum DJ.

Wann genau das Update eröffnet wird, das kann Carsten Kengel noch nicht sagen. „Wir sind aber auf der Zielgeraden“, ist er sich sicher. Bis es so weit ist, sollen Imagefilme auf einem eigenen Youtube-Kanal und auf der deutschen und der niederländischen Facebook-Seite die Vorfreude auf die Eröffnung steigern und erhalten. Der erste professionell gemachte Film sollte am Dienstagabend online gehen.


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