„Haben uns wohlgefühlt“ Anni Friesinger kommt regelmäßig nach Meppen

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Anni Friesinger-Postma. Foto: dpaAnni Friesinger-Postma. Foto: dpa

Meppen. Sie ist dreifache Olympiasiegerin, 16-fache Weltmeisterin und fünffache Europameisterin: Anni Friesinger-Postma. Der Eisschnelllaufstar hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Jetzt stellt sie sich als Coachin in der Fernseh-Doku „Real Cool Runnings“ einer neuen Herausforderung. Und sie wird im Frühjahr wieder Mutter. Dass Kind Nummer zwei wie Tochter Josephine auch im Meppener Krankenhaus zur Welt kommt, schließt sie nicht aus. „Das könnte sehr gut geschehen, denn wir waren sehr zufrieden“, sagt sie im Interview mit unserer Zeitung.

Frau Friesinger-Postma, in der neuen Reality-Doku „Real Cool Runnings“ helfen Sie kenianischen Lauftalenten auf die Kufen. Das ungewöhnliche Eisschnelllaufprojekt startet in Eldoret, wo die besten Langstreckenläufer Kenias trainieren. Wie waren die ersten „Gehversuche“ Ihrer Schützlinge?

Für unsere Athleten war es der allererste Kontakt mit Eis, mit Schlittschuhen und Rennanzügen. Es gibt sehr viel zu lachen und auch einige Stürze, aber alles geht gut aus.

Die besten vier wollen Sie in nur zehn Wochen fit machen für den 100-km-Eisschnelllaufmarathon auf dem Weissensee in Österreich. Wie schwierig ist das?

Sie sind alle talentierte Sportler, aber das knappe Zeitfenster ist beinahe unsere größte Challenge. Hinzu kommen die komplexe Feinmotorik und die neuen technischen Bewegungsabläufe sowie die wahrscheinlich sehr niedrigen Temperaturen zum Marathon auf dem Eis. Aber: Ich liebe Herausforderungen!

Schauspieler und Sänger werden zu Tänzern, B- und C-Promis begeben sich in den Dschungel, um für ein paar Wochen (wieder) im Fokus der Öffentlichkeit zu stehen. Ihr Format hebt sich ab und setzt auf Sportler, deren Namen vorher kaum jemand in Deutschland kannte ...

Ich empfinde es als eine Ehre, dieses sportliche Format für VOX machen zu können. Es ist eine große Herausforderung und auch tolle Unterhaltung mit Niveau. Ich will nicht über andere urteilen, denn jeder soll eben die Erfahrungen machen, auf die man Lust hat.

Was ist Ihnen von Ihrem Aufenthalt in Kenia in besonderer Erinnerung?

Wir wurden sehr herzlich und neugierig von den Menschen empfangen, und die wunderschöne Natur vor allem in Iten, dem Umland von Eldoret, und die Masai Mara sind mir in guter Erinnerung geblieben.

War Töchterchen Josephine dabei?

Nein, Josephine war bei ihrem Vater Ids, und meine Mutter hat ihn dabei unterstützt.

Die Kleine ist ja eine waschechte Emsländerin. Hat die Zweijährige ihren Geburtsort Meppen inzwischen kennengelernt?

Wir sind noch regelmäßig zu den Untersuchungen bei Kinderarzt Dr. Blanke in Meppen und verbinden dies meist mit einem kleinen Stadtbummel (Eis und Einkauf).

Woran erinnern Sie sich besonders gern, wenn Sie an die Zeit in Meppen und im hiesigen Krankenhaus denken?

Wir wurden sehr gut behandelt und haben uns sicher und wohlgefühlt. Die Ärzte und das ganze Team auf der Station für Geburtshilfe- und Pränatalmedizin waren spitze, und trotz Kaiserschnitt war ich nach drei Stunden wieder unterwegs und nach wenigen Tagen zu Hause.

Im Frühjahr bekommt Josephine ein Geschwisterchen. Könnte dessen Geburtsort auch Meppen heißen? Immerhin hatten Sie und Ihr Mann sich das Ludmillenstift ganz bewusst ausgesucht ...

Das könnte sehr gut geschehen, denn wir waren sehr zufrieden. Aber wir haben ja noch eine Weile bis dahin und es kann ebenso Salzburg werden.


Anni Friesinger-Postma ist Tochter des Deutschen Georg Friesinger (1953–1996) und der Polin Janina Korowicka (* 1954), beide Eisschnellläufer. Sie hat einen Bruder, Jan Friesinger, der auch Eisschnellläufer ist. Ihre Schwester Agnes war ebenfalls eine international erfolgreiche Eisschnellläuferin. Am 11. August 2009 heiratete sie im Salzburger Schloss Mirabell ihren langjährigen Lebensgefährten, den ehemaligen niederländischen Eisschnellläufer Ids Postma, was sie im Schloss Aigen feierte Sie lebt überwiegend in Salzburg und auf einem Bauernhof im niederländischen Dearsum, dem Geburtsort ihres Mannes. Seit 12. August 2011 ist Friesinger Mutter einer Tochter, Josephine, die im emsländischen Meppen geboren wurde.

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