DLRG-Helfer erzählt von seiner Arbeit Im Winter bleibt Wasser im Schwimmbecken drin

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Klein Berßen. Wenn Detlef Dühnen aus Klein Berßen erzählt, dass er jeden Sommer Schwimmkurse leitet, wird er oft erstaunt angeguckt. „Viele Leute aus Haselünne oder Meppen zum Beispiel wissen gar nicht, dass wir in unserem kleinen Berßen ein Freibad haben“, sagt der 35-Jährige, der mit dem Schwimmbad groß geworden ist und nur rund 500 Meter entfernt wohnt. Er erinnert sich, wie es gebaut und 1981 eröffnet wurde. „Schon als Kind war ich im Sommer fast jeden Tag hier. Mein Bruder hat mir hier das Schwimmen beigebracht.“

Heute bringt Dühnen den Kleinen das Schwimmen bei. An fünf bis sechs Tagen die Woche verbringt der gelernte Elektriker im Sommer seine freie Zeit mit den Nachwuchsschwimmern. Zusammen mit rund 20 freiwilligen DLRG-Helfern bietet er sämtliche Schwimmkurse an, vom Seepferdchen bis zum Rettungsschwimmer Gold. Dühnen ist der dienstälteste DLRG-Schwimmkursleiter in Berßen: Schon seit 20 Jahren macht ihm sein Ehrenamt Spaß.

Jetzt im Winter, wenn die Türen geschlossen sind, sieht das Freibad trostlos aus. Das Planschbecken ist leer, Rutsche und Kassenhäuschen sind abgebaut. Das 25-Meter-Becken bleibt den ganzen Winter voll Wasser, doch es lädt jetzt nicht zum Schwimmen ein. Auf der Oberfläche hat sich seit dem Ende der Freibadsaison eine Schicht Grünspan gebildet. „Das sieht nicht schön aus, ist aber normal“, erklärt Dühnen. „Die Pumpen sind ausgeschaltet und das Wasser wird nicht mehr gechlort und gereinigt.“ Trotzdem bleibt das Wasser im Winter drin, um das Becken vor Frostschäden zu schützen. Der obere Beckenrand, an dem sich bei Minusgraden eine Eisschicht bildet, ist mit Frostschutzakkus gesichert. „Ansonsten passiert im Freibad im Winter wirklich gar nichts.“ Dühnen und die anderen DLRG-Schwimmkurshelfer machen Pause.

Erst im April gehen die Vorbereitungen für die neue Freibadsaison los. Das dreckige Wasser wird über die Bodenabflüsse aus dem Becken abgelassen. „Dann wird geschrubbt, gebohnert, gewienert“, sagt Dühnen. Wenn der Hochdruckreiniger seinen Dienst erledigt hat und die Rückspülungen gemacht wurden, kommt neues Frischwasser in das Schwimmbad . Die rote Rutsche wird wieder an den Beckenrand montiert und im Kassenhäuschen begrüßt das Freibadteam wieder die Schwimmgäste. Detlef Dühnen: „Ich freu mich jetzt schon darauf, im Sommer wieder reinzuspringen.“


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