Unisono aus Meppen gewinnt Emsländischer Jugendpreis verliehen

Von Gerd Mecklenborg


Meppen. Mehr als 300 Gäste haben an der 18. Verleihung des Emsländischen Jugendförderpreises teilgenommen. Gewinner war die gruppe „unisono“ aus Meppen.

„Wir erleben heute ein ganz starkes Stück Emsland“, sagte Ferdinand Redeker, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses bei der Verleihung in der Aula des Meppener Gymnasiums Marianum, wo er gemeinsam mit der stellvertretenden Landrätin Margret Berentzen und Sigrid Kraujuttis, Dezernentin für Soziales, Jugend und Gesundheit beim Landkreis Emsland, den Jugendförderpreis übergab.

44 Gruppen hatten sich für diese Auszeichnung, die seit 1996 vom Kreisjugendring (KJR) in Kooperation mit dem Landkreis Emsland vergeben wird, beworben. „Das ist absoluter Rekord und zeigt, wie stark sich unsere Jugend hier im Emsland ehrenamtlich engagiert“, freuten sich die Moderatoren Katharina Menke und Frank Surmann, die mit viel Power und Wortwitz durch das Programm führten.

Wer den Emsländischen Jugendpreis gewinnt, darüber entscheidet eine fünfköpfige Förderkommission. Und die Jury hatte wieder die Qual der Wahl, „bei den vielen tollen Vorschlägen für Projektgruppen oder Einzelpersonen, die Beispielhaftes in der Kinder- und Jugendarbeit geleistet haben“, sagte die Anja Bekel, die Vorsitzende des KJR Emsland.

In Form eines Interviews wollten die Moderatoren von den Laudatoren wissen, wie sie die ehrenamtlichen Aktivitäten von Jugendlichen im Emsland einstufen, diese bewerten und was sie den Jugendlichen wünschen. Margret Berentzen: „Ihr setzt Impulse, denn die Jugend ist nicht nur unsere Zukunft, sie ist unsere Gegenwart. Und das, was ihr leistet, ist großartig, macht weiter so, und steckt andere Jugendliche an.“ Sigrid Kraujuttis: „ Unsere Aufgabe ist es, Zeit für euch zu schaffen, damit ihr ohne Stress auch weiterhin in eurer wertvollen Freizeit engagierte Ehrenamtsarbeit leisten könnt.“ Und Ferdinand Redeker: „Jugend soll und muss sich einmischen, habt weiterhin den Mut für euch und andere Menschen einzustehen.“

Jeweils zwei Vertreter aller 44 vorgeschlagenen Gruppen stellten dann ihre ehrenamtlichen Aktivitäten in sechs Bewerbungsrunden auf der Bühne der Aula vor.

Spannend wurde es, als die Moderatoren den Umschlag mit den drei Preisträgern öffneten. „Überflüssig zu sagen, dass ihr alle einen Preis verdient habt. Dafür sagen wir einfach nur DANKE in ganz großen Buchstaben an alle Gruppen und Einzelpersonen für eure Einsatzbereitschaft in der Jugendarbeit im Emsland“, sagten Menke und Surmann.

Dritter Jugendpreisgewinner 2013 wurden die jungen Begleiter der Freizeiten für Menschen mit und ohne Behinderungen im Marstall Clemenswerth. Dort finden in der Jugendbildungsstätte jährlich drei gemeinsame Freizeiten statt. Die Jugendlichen unterstützen dabei „in unglaublich toller und vorbildlicher Weise“, lobten die Laudatoren die Drittplatzierten.

Platz Nummer zwei ging an die Messdiener von St. Josef im Vosseberg, Papenburg. Sie wurden für ihre Beteiligung bei der Ehrenamtsaktion 24 mal 72 Stunden ausgezeichnet. Im Garten des Lukas Wohnheimes haben die Jugendlichen „ einen großartigen Wahrnehmungspfad angelegt und ein tolles Begegnungsfest mit Behinderten organisiert“, hieß es in der Begründung.

Lebensfreude pur vermitteln die diesjährigen Gewinner. „ Unisono “ nennt sich ein Verein, der aus 20 Musikern und Sängern besteht. Die „Powertruppe“ begeistert mit regelmäßigen Auftritten und spielt mit ihrer „tollen und mitreißenden Musik auf höchstem Niveau“ Spenden für Not leidende Kinder in Afrika ein.

Und was sie drauf haben, bewiesen die jungen „Mucker“ eindrucksvoll, indem sie sich – heftig umjubelt – mit „Let me entertain you“ klangvoll und fetzig für die Sieger-Trophäe bedankten. Ein perfekter Schlussakkord für eine lebendige Veranstaltung im Meppener Marianum.

Ein besonderer Dank der Initiatoren ging auch an die Musikgruppe „Global Beat“ und die Stepptänzer von der Tanzgalerie in Lingen, die für ein tolles Rahmenprogramm sorgten.


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