Aufführung bezaubert Zuschauer Musical „Bibi Blocksberg“ in Meppen

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Meppen. Zwei Stunden quirlige Fröhlichkeit, die ansteckt, so haben die Besucher des Meppener Theaters die Musical-Aufführung des Kölner Cocomico-Theaters erlebt.

Wer kennt nicht Bibi Blocksberg aus über hundert Hörspielen? Aber als Musical getextet und produziert wurde „ Bibi Blocksberg “ von Marcell Gödde, Inhaber des Cocomio-Theaters . Die ansprechende Musik stammt von Uwe Vogel, der auch Regie führte. Im immer wieder überraschend wandlungsfähigen Bühnenbild von Jens Kuklik brachten die Akteure unter der effektvollen Choreografie von Annika Päs wirbelndes Leben auf die Bühne, wobei Annika Päs nicht nur sehr authentisch als Mutter Barbara Blocksberg auftrat, sondern auch den ängstlichen Sekretär des Bürgermeisters verkörperte.

Bibi Blocksberg, perfekt besetzt mit Leonie Dubuc, und Schubia, der Teresa Schulz eine erfrischend kesse Note gab, sind Freundinnen, die den zuschauenden Kindern etwas voraus haben – sie können eine Mathe-Fünf weghexen. Mutter Barbara macht allerdings liebevoll deutlich, dass man seine Fähigkeiten nie zum puren Eigennutz einsetzen dürfe. Und auch Vater Bernhard reagiert auf die mangelhafte Leistung eher verständnisvoll und hilfreich. Michael Baute zeigte in diesem Musical eine ganze Palette schauspielerischen Könnens, anfangs ganz Familienvater, dann eigennütziger Bürgermeister und zwischendurch als großformatige Oberhexe Walpurgia. Mitten ins Familienleben stürmt die übereifrige Reporterin Karla Kolumna mit der Nachricht, dass Schloss Klunkerburg, Treffpunkt aller Hexen und Junghexen, dem vom Bürgermeister geplanten privaten Hubschrauberlandeplatz weichen solle, eine Katastrophe, die es zu verhindern gilt.

Trotz Verbot können Bibi und Schubia es nicht lassen, die Statue im Rosengarten des Schlosses, die zur Strafe versteinerte Coronaria, nach 333 Jahren wieder ins Leben zu hexen, nichts ahnend, dass sie sich und alle Hexen damit in Gefahr bringen. Gut, dass Mutter Barbara zur Stelle ist; gut, dass Coronaria ein Einsehen hat und mithilfe ihrer Schlossgespenster den Bürgermeister von seinem Plan abbringt. Jenny Schlensker überzeugte dabei ebenso als stets gegenwärtige Karla Kolumna, die alles „sensationell“ ins Bild rückt, wie auch als Coronaria.

Kurzweilig, kindgerecht und bis ins Detail liebevoll inszeniert, hochwertig in Darstellung und gesanglicher Leistung, mit erlebbarem Engagement auf die Bühne gebracht – das riss nicht nur die Kinder mit, die je nach Szene mucksmäuschenstill oder laut rufend ganz bei der Sache waren. Und die fantasievolle Beleuchtungstechnik tauchte nicht nur das Bühnengeschehen in turbulente und stimmungsvolle Lichteffekte, sondern bezog immer wieder auch den Theaterraum mit ein – eben einfach „sensationell“ und „zauberhaft“.


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