Alfred Gockel stellt aus „Bewegte Körper“ in der Volksbank Meppen

Sie eröffneten gemeinsam die Ausstellung „Bewegte Körper“ in den Räumen der Emsländischen Volksbank (v. l.): Bankvorstand Klaus Krömer, Birgit Gockel, Alfred Gockel, Hannelore des Hoogd und Bankvorstand Frank Thiel. Foto: Helmut DiersSie eröffneten gemeinsam die Ausstellung „Bewegte Körper“ in den Räumen der Emsländischen Volksbank (v. l.): Bankvorstand Klaus Krömer, Birgit Gockel, Alfred Gockel, Hannelore des Hoogd und Bankvorstand Frank Thiel. Foto: Helmut Diers

Meppen. „Eine Bank voller Kunst“: Unter diesem Titel präsentiert die Emsländische Volksbank seit 19 Jahren jedes Jahr einen renommierten Maler, Bildhauer oder Grafiker. Durch die Ausstellung „Bewegte Körper“ mit Radierungen, Unikaten und Skulpturen eines Alfred Gockel hat das Motto „Eine Bank voller Kunst“ eine neue Dimension erreicht.

Mit 92 Exponaten eines einzelnen Künstlers übertrifft die Ausstellung quantitativ alle bisherigen Präsentationen in Meppen. Als „echten Kulturtipp für das Emsland“ beschrieb Bankvorstand Frank Thiel während der Vernissage die Präsentation, die „eine Dynamik nicht nur durch die bewegten Körper, sondern auch durch die intensiven Bildfarben“ im trüben November entwickele. Thiel lud alle zum Besuch der „hervorragend gelungenen Ausstellung“ ein.

Zur Einführung in das Schaffen des 1952 in Lüdinghausen geborenen Künstlers, moderierte Hannelore de Hoogd als Kuratorin der Ausstellung ein Künstlergespräch mit Gockel. Er studierte nach einer Bergwerkslehre an der Fachhochschule Münster Design mit dem Schwerpunkt Druck- und Werbegrafik. „Seit 1981 ist Gockel als Künstler freiberuflich tätig“, so de Hoogd.

Gockels Name stehe in der internationalen Kunstbranche „für ein hohes Maß an künstlerischem Ausdruck“. „Wo andere desillusioniert aufgeben, arbeitet Alfred Gockel mit enormer Kreativität, großem Engagement weiter und hat sich international durchgesetzt“, so die Kuratorin. Als ein Beispiel für Gockels erfolgreich im öffentlichen Raum umgesetzten Kunstobjekte nannte de Hoogd den „Gelben Engel“ - ein ADAC-Rettungshubschrauber, der von acht Personen getragen wird - am Kamener Kreuz, dem Schnittpunkt der Autobahnen A1 und A2.

Gockel traf 1974 in Paris den großen Künstler Salvador Dali und fragte diesen , wie man ein bekannter Künstler werde. Dali antwortete: „Fünf Prozent Talent, 95 Prozent harte Arbeit!“ Der Lüdinghausener nahm sich Dalis Rat zu Herzen und schaffte es so, dass er bereits 1985 auf der „Art Expo“ in New York den Grundstein für eine glanzvolle Karriere in den USA legte. Zu seinen Werken bemerkt Gockel: „Ich habe die Aufgabe, der Menschheit einen Spiegel vorzuhalten. Ich bringe in meinen Werken rüber, was die Welt bewegt.“ Um anschließend das Meppener Publikum zu schmeicheln: „Meine Bilder freuen sich, Sie zu sehen“.

Es sind Radierungen, Siebdrucke, Unikate auf Leinwand und Skulpturen. „Gockel spielt die gesamte Klaviatur der Bildenden Kunst“, zeigte sich de Hoogd dankbar, „einen so renommierten Künstler“ nach Meppen zu haben, einen Künstler, der von einem französichen Ministerium beauftragt worden ist, im Jahr 2014, 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, 70 Jahre nach dem „D-Day“ (6. Juni 1944), der Landung der alliierten Streitkräfte in der Normandie, und 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer zum Gedenken an die französisch, britische und deutsche Freundschaft und zur Mahnung in der Nähe einer Autobahn in der Normandie eine Skulptur aus drei originalen Berliner Mauerresten, die sich im Besitz Gockels befinden, zu schaffen.


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