Beginn noch in diesem Jahr Ausbau von Turbo-Internet in Meppen

Schnelles Netz: Auf der Grafik ist der derzeitige Stand der Planungen zum Ausbau in Meppen zu sehen. Betroffen ist das Vorwahlgebiet 05931. Grafik: Wittwer/Ewe.Schnelles Netz: Auf der Grafik ist der derzeitige Stand der Planungen zum Ausbau in Meppen zu sehen. Betroffen ist das Vorwahlgebiet 05931. Grafik: Wittwer/Ewe.

Meppen. Der Ausbau von Breitband-Internet schreitet voran: Bis Ende 2014 sollen mehr Menschen in Meppen die Möglichkeit bekommen, mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Netz zu surfen. Der Anbieter EWE Tel plant in Zusammenarbeit mit der Stadt zusätzliche Anbindungen an das Glasfasernetz. 7440 weitere Haushalte sollen Zugang zum Turbo-Internet über die Telefonleitung bekommen.

isher erreichte der Anbieter in Meppen 2570 Haushalte mit VDSL. Bis Ende des kommenden Jahres soll diese Zahl auf insgesamt rund 10000 steigen. Die Möglichkeit bezieht sich auf Haushalte mit der Vorwahl 05931.

39 Kabelverzweiger-Kästen will EWE dafür installieren. Bisher führen bei Haushalten, die nun neu versorgt werden sollen, Kupferleitungen vom Hauptverteiler zum Kabelverzweiger. In Zukunft sollen für die neuen 7440 Haushalte Glasfaserkabel diese Zwischenverbindung herstellen. Die sogenannte „letzte Meile“ vom Kabelverzweiger zum Kunden wird weiterhin durch Kupferkabel hergestellt. Je nachdem, wie lang diese Verbindung ist, kann die Surfgeschwindigkeit geringer sein. Je länger das Kupferkabel, desto langsamer die Verbindung.

Dennoch bedeutet der Ausbau für viele Menschen in der Meppener Innenstadt eine Erhöhung der Surf-Geschwindigkeit. Meppens Bürgermeister Jan Erik Bohling betont die Bedeutung des Breitband-Ausbaus für die Stadt: „Das ist für uns ein wichtiger infrastruktureller Faktor .“ Denn nicht nur für Unternehmen, auch für Familien sei die Anbindung an eine schnelle Internet-Leitung von großer Bedeutung. „Für die Bildung spielt die Datenverbindung eine große Rolle.“ Beim Kauf von Bauplätzen gebe beispielsweise neben Preis und Aussicht immer häufiger die Netzanbindung den Ausschlag.

EWE selbst investiere 920000 Euro in den Breitbandausbau in Meppen, sagt Frank Wölbern, Prokurist für die Geschäftsregion Cloppenburg/Emsland bei EWE. Besonders für das Fernsehen über das Internet sei eine schnelle Leitung notwendig.

Die Bauarbeiten für den Ausbau des Glasfaserkabel-Netzes sollen noch in diesem Quartal beginnen. EWE will dabei eng mit der Stadt zusammenarbeiten. „Wenn es Kanalbauarbeiten gibt, versuchen wir, die Leitungen gleich mit zu verlegen“, sagt Jan Erik Bohling. Außerdem habe die Stadt Meppen den Ausbau bereits bei vergangenen Bauarbeiten berücksichtig. „Wir haben Leerrohre verlegt“, so der Bürgermeister. Durch diese können ohne Bauarbeiten neue Kabel gezogen werden.

Informationen über Ausbaustatus und Zugangsmöglichkeiten gibt es beim EWE-Service-Punkt, Am Markt 23, in Meppen oder unter www.ewe.de . Die Erschließung durch VDSL hat aber Grenzen: So bezweifelt Bohling, dass auch weit entfernte Häuser zu erreichen sind. „In solchen Fällen ist schnelles Internet über eine Funk-Anbindung möglich.“ Neben der Funktechnologie und der Verbindung über das Telefonnetz gibt es auch die Möglichkeit, eine Internetverbindung über das Fernsehkabel herzustellen. Anbieter Kabel Deutschland gibt an, dass er 11000 Haushalte in Meppen mit Breitband-Internet mit bis zu 32 Megabit pro Sekunde versorgen kann.


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