Altes entfacht in neuem Leben Upcycling-Workshop in Meppen begeistert Kinder

Kreativer Abend: Beim Upcycling-Workshop lernen die Kinder, wie man aus alten Sachen neue Mode herstellen kann. Foto: Olga ZudilinKreativer Abend: Beim Upcycling-Workshop lernen die Kinder, wie man aus alten Sachen neue Mode herstellen kann. Foto: Olga Zudilin

Meppen. Das MEP-Center hatte zum Moonlight-Shopping geladen. Besucher konnten in aller Ruhe bis 22 Uhr einkaufen. Gekommen sind vor allem viele Kinder und Jugendliche, die beim Upcycling-Workshop Anziehsachen und Schmuck gestalten haben.

Ursprünglich stammt das Projekt vom JAM-Jugendzentrum Meppen . „Bei dem Projekt werden aus alten Sachen neue hergestellt - egal ob das Möbel, Klamotten oder Accessoires sind“, erklärte Lisa Schwarz, die das Projekt mit drei weiteren Betreuern vom Jugendzentrum organisiert. Das MEP-Center hatte die Projektbetreuer angesprochen, während des langen Shoppingabends, mit Kindern Kleidung zu entwerfen, zu gestalten und bei einer Modenschau zu präsentieren.

Etwa 25 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren haben begeistert aus alten Stoffresten, Papier, Folien, Pappe, Nieten und sogar alten Fahrradschläuchen Röcke, Gürtel und andere Unikate hergestellt. So wurden gebrauchte Miniröcke mit Bierflaschendeckeln oder Strasssteinen beklebt und alte T-Shirts mit Sternen und Herzchen oder Schriftzügen aus Farbe verziert . Andere Kinder schnitten Seile auseinander und funktionierten diese zu Gürteln um. Auch Nieten kamen zum Einsatz: Mit einer Tischstanzmaschine haben die Jugendlichen Nieten und Ösen in Oberteile und Hosen eingepresst.

Außerdem schnitten die Workshop-Teilnehmer eine alte schwarze Folie zu einem Minirock zurecht, der mit Kleber und einem Gürtel aus einem Fahrradschlauch festgehalten wurde.

Neben den Betreuern vom Jugendzentrum arbeitete die Kölner Innenarchitektin Wibke Schaeffer mit den Kindern zusammen, die gemeinsam mit dem Designer Moritz Zielke in ihrem Atelier „Wiederverwandt“ ökologische Designkonzepte entwirft. „Der Workshop soll den Heranwachsenden zeigen, dass alte Sachen nicht immer weggeschmissen und durch neue ersetzt werden müssen. Vieles kann umgestaltet und widerverwendet werden“, sagte Schaffer. So wandelte die Architektin gemeinsam mit den Kindern einen Fahrradschlauch zu einer Handtasche um und formte einen dreieckigen Hut aus einem Stück Papier, der dann mit grüner Farbe bemalt und mit Nieten zusammengehalten wurde. Nachdem die Teilnehmer ihre neue gestaltete Kleidung angezogen hatten, bekamen sie zum Schluss vom Friseurbedarf Cosmo flippige Hochsteckfrisuren verpasst. Schließlich präsentierten die Jugendlichen ihre Kreationen vor den Besuchern.


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