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Laura Hemelt hat klare Vorstellungen von ihrem beruflichen Werdegang Pauken für das spätere Ingenieurstudium

Vermessungstechnikerin Laura Hemelt will nach der Fachoberschule ein Studium beginnen. Foto: Hermann-Josef MammesVermessungstechnikerin Laura Hemelt will nach der Fachoberschule ein Studium beginnen. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Laura Hemelt ist eine selbstbewusste junge Frau, die genau weiß, wie ihre berufliche Zukunft aussehen soll. Dafür ist sie aber auch bereit, erneut die Schulbank zu drücken und ein Jahr richtig zu „büffeln“.

Die 19-Jährige aus Hebelermeer (Gemeinde Twist) besucht als eine der wenigen jungen Frauen die Fachoberschule Technik der Berufsbildenden Schulen (BBS) Meppen. „In meiner Klasse sind wir immerhin schon fünf Mädchen von insgesamt 15 Schülern“, sagt sie. In den Vorjahren seien es deutlich weniger gewesen. Dabei würden sie von den Jungen „super“ akzeptiert.

Alle fünf jungen Frauen haben vorher eine Ausbildung absolviert. „Ich habe Vermessungstechnikerin bei der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) gelernt.“ Die anderen vier Fachoberschülerinnen sind ausgebildete Tischlerin (1) und Bauzeichnerin (3). Laura selbst startete nach dem Realschulabschluss am Schulzentrum Twist zuerst ihre dreijährige Ausbildung zur Vermessungstechnikerin. „Ich habe bereits nach zweieinhalb Jahren die Prüfung abgelegt und danach noch ein halbes Jahr als ausgelernte Technikern am Katasteramt Papenburg gearbeitet.“

Ihr großes Ziel war jedoch von Anfang an das Studium an einer Fachhochschule. Um dies realisieren zu können, braucht sie die Fachhochschulreife. Ein Jahr lang muss sie die Schulbank drücken. „Es ist schon schwer und sehr arbeitsintensiv“, sagt die 19-Jährige. Gerade der Mathe-Unterricht sei sehr geballt. Allerdings weiß sie auch, dass sie die Kenntnisse für ein Ingenieurstudium unbedingt benötigt. „Aber auch im Englischen muss ich viele Vokabeln pauken.“ Tatsächlich hat sie wie die meisten ihrer Mitschüler nach der Realschule seit drei Jahren keinen Englischunterricht mehr gehabt.

Laura hofft jetzt, dass sie den Abschuss schafft und im Sommer das Studium zur Vermessungsingenieurin (Bachelor of Science) an der Fachhochschule beginnen kann. Insgeheim schielt sie auf einen von 30 Studienplätzen im wohnortnahen Oldenburg. Das spätere berufliche Betätigungsfeld ist sehr breit gefächert und reicht von der Medizin über den Straßenbau bis zur Archäologie.

Dabei seien auch die Berufsperspektiven sehr gut. „Ich muss später nicht unbedingt im Emsland arbeiten, sondern könnte mir auch einen Job in einer Großstadt vorstellen“, gibt sie ihre persönlichen Perspektiven preis.


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