zuletzt aktualisiert vor

Betteltour zur Unterstützung Meppener Rotary Club hilft ehrenamtlich auf den Philippinen

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Meppen. Dank der Hilfe des Meppener Rotary Clubs können drei Kinder auf den Philippinen wieder richtig gehen. Das ist nur ein Beispiel für die vielen ehrenamtlichen und finanziellen Einsätze der 60 Rotarier, egal ob in Tansania oder in Meppen selbst.

Getreu dem Motto der 1905 in den USA gegründeten Vereinigung mit weltweit rund 1,2 Millionen Mitgliedern, die inzwischen in über 200 Ländern aktiv ist, geht es den Emsländern um Frieden und Völkerverständigung. Jährlich spendet jeder von ihnen 100 Dollar. Damit werden über die Rotary Foundation dunterschiedliche Vorhaben finanziert. Das Spektrum reicht vom Kampf gegen Malaria über die Zubereitung von Trinkwasser bis zur Förderung der schulischen und beruflichen Ausbildung.

Dafür setzen sich auch Peter-Paul Löning, Präsident Frank Thiel und andere ein. „Für die einzelnen Projekte suchen wir uns möglichst vor Ort immer einen Partnerclub“, berichtet Löning. Gemeinsam wird man dann vor Ort aktiv. So reiste er 2007 auf eigene Kosten gemeinsam mit Franz Nieberding (Lingen) und Alfred von Gesche (Haselünne) nach Manila (Philippinen). Zusammen mit fünf Rotariern aus Wellington (Neuseeland) ging es in die Slums. „Wir haben dort die Gründung von fünf neuen Häusern vorgenommen“, berichtet Löning.

Während einer Pause dieser „körperlich sehr harten Arbeit“ besuchten sie einen Kindergarten. Dort fiel dem Meppener die sechsjährige Marie Mafe auf. Das Mädchen konnte wegen eines Klumpfußes kaum laufen. Löning fuhr spontan mit dem Mädchen ins Hospital. „Allein die Fahrt dauerte zweieinhalb Stunden“, berichtete er. Schließlich schaffte er es, dass die beiden Füße geröntgt wurden. Der Arzt erklärte, die dramatischen Schiefstellungen seien mit einer Therapie zu beheben. „Bei seiner Rückkehr in Meppen ging Löning auf Betteltour. Insgesamt sammelte er 15000 Euro. Vier Jahre später sprintet die inzwischen zehnjährige Maria Mafe durch die Straßen und besucht eine Schule. Sie muss lediglich Einlagen in ihren Schuhen tragen. Mit dem Geld konnte sogar zwei weiteren Kindern in Manila mit ähnlichen Missbildungen an den Füßen geholfen werden.

Dabei ist dies nur ein Beispiel von vielen Hilfsprojekten. 2008 machte sich Peter-Paul Löning mit seiner Ehefrau Monika sowie dem Meppener Ehepaar Hans-Eberhard und Marga Pradel auf nach Tansania. Hier statteten sie ein Schulgebäude (Secondary School) mit Mobiliar und Büchern aus. Zudem wurden Türen und Fenster gesichert.

Der Rotary Club Meppen baute zudem auf den Fidschi-Inseln erneut in Kooperation mit dem neuseeländischen Rotary Club für Bedürftige Häuser. In Pakistan halfen die Kreisstädter mit, eine Trinkwasseraufbereitung zu finanzieren.

Auch in ihrer Heimatstadt sind die Rotarier aktiv. Auf dem Weihnachtsmarkt und bei den Stadtfesten werden Blumentöpfe und Bücher verkauft oder Buchweizenpfannenkuchen gebacken. Mit den Erlösen werden die Kinderhilfe Meppen und der Bau einer Skateranlage unterstützt. Im Meppener Mütterhaus wurde ein Weiden-Tipi gebaut.

Der Völkerverständigung dienen die Sommercamps für Jugendliche ebenso wie der einjährige internationale Schüleraustausch. Zudem vergibt Rotary Studien-Stipendien. Für junge Erwachsene bietet man vierwöchige Auslandsaufenthalte an. Der Rotary Distrikt, zu dem Meppen gehört, organisiert im kommenden Jahr zwei Aufenthalte in den USA und Kolumbien. Dabei wird Löning die Gruppe in dem südamerikanischen Land betreuen. „Zurzeit lerne ich fleißig spanisch“, berichtet er.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN