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Alle Meppener Grundschulen bieten Betreuung Vielfältiges Angebot für die Kinder

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Die Erstklässler mit ihrer Betreuerin Marion Holtmann bekamen beim Mittagessen Besuch von Bernd Koldehoff, Jan Erik Bohling und Matthias Wahmes (von links), Foto: Manfred FickersDie Erstklässler mit ihrer Betreuerin Marion Holtmann bekamen beim Mittagessen Besuch von Bernd Koldehoff, Jan Erik Bohling und Matthias Wahmes (von links), Foto: Manfred Fickers

mf Meppen. Eltern können jetzt in der gesamten Stadt Meppen über Angebote zur Betreuung ihrer Kinder im Grundschulalter an Nachmittagen verfügen. Gestern hat Bürgermeister Jan Erik Bohling gemeinsam mit dem Sprecher der Grundschulleiter, Bernd Koldehoff, eine Startbilanz gezogen.

Die Kinder staunten nicht schlecht, als sie kurz vor dem Mittagessen in der Mensa der Johannes-Gutenberg-Schule Besuch vom Schulleiter, vom Bürgermeister, Verwaltungsmitarbeitern und Journalisten bekamen. Koldehoff zeigte den Gästen, wie man eine maßgeschneiderte Lösung für die Versorgung der Kinder geschaffen hat. Fast ein Jahr habe die Vorbereitungszeit gedauert, damit man für jede Grundschule im Stadtgebiet das passende Konzept verwirklichen konnte, sagte Bohling. Die Paul-Gerhardt-Schule bietet seit 1994 Ganztagsbetreuung an, aber die elf weiteren Grundschulen umzustellen brachte ganz neue Schwierigkeiten mit sich.

Das Raumproblem für das Mittagsangebot ließ sich bei vielen Schulen intern lösen. Die Maria-Montessori-Schule bekommt eine Mensa angebaut. In mehreren kleineren Orten werden Gemeindehäuser der Kirchen genutzt, und der SV Bokeloh stellte sein Clubhaus zur Verfügung. Diese Gebäude liegen jeweils neben den Grundschulen. Für ein vielfältiges Nachmittagsangebot haben die Schulen und die Stadt geschulte Honorarkräfte sowie Partner in den Vereinen und die Hilfe von Ehrenamtlichen gefunden. So entstanden mehr als 100 Arbeitsgemeinschaften für Kinder, berichtete Bohling.

Koldehoff kündigte an, dass die Schulen zusammenarbeiten wollen. Wenn eine AG nicht ausgelastet ist, könnte man auch Kinder aus anderen Schulen einbeziehen. Zudem lege man Wert darauf, dass die Nachmittagsangebote inhaltlich mit dem Schulunterricht verknüpft sind. Die Anmeldezahlen und die ersten Erfahrungen zeigten, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Städtischer Oberrat Matthias Wahmes berichtete, das die Stadt in diesem Jahr 530000 Euro in die Ausstattung der elf Grundschulen investiert hat. Circa 180000 Euro betragen die laufenden Kosten pro Jahr, wobei das Land die Honorarkräfte bezahlt. 56,6 Prozent der Kinder nutzen derzeit das Nachmittagsangebot. Aber die Stadtverwaltung erwarte einen Anstieg. Mit den Betreuungsangeboten in den Kindertagesstätten und in allen Schulen werde Meppen dem selbst gestellten Anspruch gerecht, eine familienfreundliche Stadt zu sein, sagte Bohling.


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