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Selbsthilfegruppe in Meppen gegründet – 30 Teilnehmer bei erster Versammlung Wenn die Lunge Probleme macht

Von Wilhelm Bartels

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Die Gründungsversammlung der Selbsthilfegruppe COPD mit (v. l.) Leiterin Sieglinde Römer, Gerd Gels sowie Klaas und Ursula Jütting. Foto: Wilhelm BartelsDie Gründungsversammlung der Selbsthilfegruppe COPD mit (v. l.) Leiterin Sieglinde Römer, Gerd Gels sowie Klaas und Ursula Jütting. Foto: Wilhelm Bartels

wb Meppen. Seit Anfang der Woche gibt es in Meppen eine neue Selbsthilfegruppe (SHG), die SHG Lungenemphysem-COPD Deutschland. 30 betroffene Patienten und Angehörige nahmen an der Gründungsversammlung in der Caritas-Sozialstation Im Sack teil. Leiterin der SHG ist Sieglinde Römer.

Sie konnte zur ersten Versammlung den Leiter der SHG Lungenemphysem-COPD in Leer, Klaas Jütting, die Leiterin der Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfe in Meppen, Ingrid Dülm, und den stellvertretenden Bürgermeister Gerd Gels begrüßen. Besonders freute sie sich über die große Zahl der Interessenten und skizzierte die Ziele der SHG.

„Die regionale SHG möchte ein Forum für Betroffene und Angehörige sein, in dem sich Hilfe zur Selbsthilfe entwickeln kann.“ Neben der Aufklärung sei die Beratung bei gesundheitlichen Problemen im Bereich der Atemwegserkrankungen eminent wichtig. Ein intensiver Meinungsaustausch solle dazu beitragen, gut mit der chronischen Krankheit leben zu lernen.

Jütting erläuterte die COPD als die Chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Als Lungenemphysem bezeichnet man die unheilbare Überblähung der Lunge, sie ist der Endpunkt vielfältiger Lungenerkrankungen. Es kommt zu entzündlichen Veränderungen des Lungengewebes, und die Lunge verliert ihre Elastizität.

Ursachen dafür können verschiedene Schadstoffe durch das Rauchen oder durch Silikate sowie Fein- oder Quarzstäube, durch körpereigene Proteasen oder durch häufig wiederholte entzündliche Prozesse wie der Bronchitis sein.

Stellvertretender Bürgermeister Gerd Gels begrüßte die Gründung der SHG der COPD, denn Meppen sei auf der landesweiten Übersichtskarte ein weißer Fleck. Immer mehr würden Menschen mit tragbaren Sauerstoffgeräten gesichtet, und es gelte, die Öffentlichkeit über die COPD zu informieren. Seine Umfrage ergab, dass 20 der 30 Teilnehmer der Gründungsversammlung selbst betroffen waren.

Der Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kam aus Meppen, aber mehrere auch aus Haren, Haselünne, Dörpen, Holte-Lastrup und Lingen. In der Vorstellungsrunde der Teilnehmer wurde deutlich, wie notwendig und sehnlich erwartet die SHG für Meppen und Umgebung ist. „Wir kommen mit der Krankheit gar nicht klar“, und „Ich komme ganz schlecht damit zurecht“, waren deutliche Bekundungen. Einige der Teilnehmer deuteten an, wie und wo sie Hilfe gefunden hatten. So wurde die Gründungsversammlung bereits zu einem kleinen Erfahrungsaustausch.

Das nächste Treffen ist am Montag, 20. September, um 16.30 Uhr wieder in der Caritas-Sozialstation Im Sack 7 in Meppen.


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